Kryptowährungen & Steuern – Blockpit kündigt 10 Mio. USD Finanzierungsrunde an

Florian Wimmer, Blockpit Bild: blockpit Presse
Florian Wimmer, Blockpit Bild: blockpit Presse

Das im oberösterreichischen Linz ansässige Fintech Unternehmen Blockpit kündigte eine neuerliche Finanzierungsrunde in Höhe von 10 Millionen US-Dollar an. Middlegame Ventures leitet die aktuelle Finanzierungsrunde. Darüber hinaus sind Fabric Ventures, Force über Mass Capital, Tioga Capital, Avaloq Ventures und Venionaire Ventures beteiligt.

Diese Investoren sind keine Unbekannten in der Krypto-Investment-Szene. Die Risikokapitalgeber waren oder sind in Coinbase sowie die Blockchain-Protokolle 1Inch (1INCH), Near (NEAR), Polkadot (DOT) und Ripple (XRP) investiert.

Florian Wimmer, Blockpit Bild: blockpit Presse
Florian Wimmer, Blockpit
Bild: blockpit Presse

Mit dem erzielten Kapital soll die Weiterentwicklung und Expansion des hauseigenen Steuertools für digitale Vermögenswerte, Cryptotax, vorangetrieben werden, welches regelmäßig in jedem Land einer Prüfung von einer Big-Four-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unterzogen wird.

Das geprüfte Steuer-Framework und damit die notwendige Rechtssicherheit für die Kunden ist für uns die größte Hürde und das wichtigste Asset. Neben dem monetären Schub werden die Expertise sowie das internationale Netzwerk der Investoren in verschiedenen Bereichen zu neuem Marktzugang führen.

Florian Wimmer – CEO Blockpit – Quelle: https://t3n.de/news/blockpit-cryptotax-startup-steuererklaerung-1389479/

Software Compliance Lösungen seit 2017

  • Blockpit wurde 2017 gegründet und hat seinen Sitz in Österreich, genauer gesagt in Linz. Da Kryptowährungen und ihr finanzwirtschaftliches Potenzial immer mehr Einzug in der breiten Masse halten, ruft das selbstverständlich auch die Regulierungsbehörden für Finanzen in den einzelnen Nationen auf den Plan.
  • Zu Beginn des Siegeszuges von Bitcoin und Co. im Jahre 2009 konnte kaum jemand absehen, welche Entwicklung in der digitalen Finanzwelt damit einhergehen. Bisher herrschten zudem viele Grauzonen, wie Staking, DeFi, Lending, Mining und Margin Trading steuerrechtlich zu behandeln sind. Doch das ändert sich nun zunehmend.

Mit Cryptotax hat das Fintech Blockpit eine Softwarelösung erschaffen, mit der jeder Investor in Kryptowährungen eine Steuererklärung für seine Investments erstellen kann. Mittels einer API zu bekannten Handelsplattformen wie etwa Coinbase, Bitpanda, Binance oder Kraken werden die Transaktionen erfasst und ausgewertet. Auch der Upload einer CSV-Datei ist möglich.

Anleger erhalten so einen Überblick über ihr getätigten Investitionen sowie Auskünfte über die Haltefristen der einzelnen Coins und Token, um sie gegebenenfalls nach erreichter Mindesthaltefrist steuerfrei veräußern zu können.

Nachfrage nach Steuertools für Kryptowährungen könnte steigen

Im Hinblick auf die bevorstehende Einführung der EU-DAC-8-Richtlinie in Kombination mit der fortwährenden Adaption von Kryptowährungen verspricht sich Blockpit einen Nachfrageschub für Cryptotax.

Mit der DAC-8-Richtlinie soll künftig der Datenaustausch zwischen Handelsplattformen und Finanzbehörden in der EU erleichtert werden.

Blockpit zielt mit Cryptotax sowohl auf den B2C- als auch auf den B2B-Sektor ab. Da Institutionen in der jüngsten Vergangenheit immer mehr am Kryptomarkt partizipieren, möchte das Unternehmen um CEO Florian Wimmer auch vermehrt das Corporate-Geschäft von Unternehmenskunden unterstützen.

Direkte Endnutzer profitieren von Freemium-Modell bei Cryptotax. Bei bis zu Transaktionen können Endverbraucher das Steuertool kostenfrei nutzen. Alles darüber hinaus geht mit einer Nutzungsgebühr von aktuell 199 € pro Jahr einher.

Quellen und weiterführende Informationen

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Verfasst von Stefanie Herrnberger

Kryptowährungen, Blockchain, Künstliche Intelligenz, Big Data und Industrie 4.0 sowie Automation und ganz allgemein digitale Prozesse im Unternehmen faszinieren mich und ergänzen mein Portfolio als freiberufliche Referentin und Redakteurin.