Stand: 8. Juli 2026. Wer eine Bankleitzahl in Österreich sucht, sollte heute nicht mehr nur eine alte BLZ-Liste verwenden. Für Überweisungen zählt in der Praxis vor allem die IBAN; die klassische Bankleitzahl steckt bei österreichischen Konten aber weiterhin in der IBAN und hilft dabei, die Bank zuzuordnen.
Wichtig ist: Banknamen, Fusionen, Marken und alte Filialstrukturen können sich ändern. Verbindlich ist daher immer die aktuelle Bankverbindung, die Ihnen Empfänger:in, Rechnung, Bank, Online-Banking oder eine offizielle Quelle wie das OeNB-Verzeichnis nennt.
| Frage | Antwort – Fakten |
|---|---|
| Was ist eine Bankleitzahl? | Die BLZ ist eine Bankkennung im österreichischen Zahlungsverkehr. Sie hilft, ein Kreditinstitut zu identifizieren. |
| Wo finde ich die BLZ? | Bei österreichischen IBANs steht die fünfstellige BLZ direkt nach „AT“ und den zwei Prüfziffern. |
| Brauche ich für Überweisungen noch die BLZ? | Meist nicht separat. Für SEPA-Zahlungen wird in der Regel die IBAN verwendet. |
| Ist der BIC noch nötig? | Bei vielen Euro-Zahlungen im EWR genügt die IBAN. Bei internationalen Zahlungen außerhalb dieses Rahmens kann der BIC weiterhin relevant sein. |
| Wo suche ich aktuell? | Am sichersten über Online-Banking, Rechnung, Bankauskunft oder das offizielle SEPA-Zahlungsverkehrs-Verzeichnis der OeNB. |
Bankleitzahlen in Österreich: Was 2026 wirklich wichtig ist
Früher wurden Kontonummer und Bankleitzahl bei Überweisungen getrennt angegeben. Heute läuft der Zahlungsverkehr in Österreich überwiegend über die IBAN. Trotzdem bleibt die Bankleitzahl wichtig, weil sie in der österreichischen IBAN enthalten ist und bei der Zuordnung einer Bank hilft. Wer also wissen möchte, welche Bank hinter einer IBAN, einem alten Zahlschein, einer BLZ oder einem Suchbegriff wie „BLZ 20111“ steckt, kann die Bankleitzahl weiterhin nutzen.
Gerade bei älteren Listen ist aber Vorsicht sinnvoll. Banken können fusionieren, Marken ändern sich, Filialen schließen, Institute werden übernommen oder treten unter neuen Namen auf. Deshalb sollte eine Bankleitzahl niemals blind aus einem alten Blogbeitrag, Forum oder PDF übernommen werden. Für eine echte Zahlung zählt immer die aktuelle IBAN des Empfängers und die Prüfung im eigenen Banking.
Die Österreichische Nationalbank führt mit dem SEPA-Zahlungsverkehrs-Verzeichnis eine offizielle Anlaufstelle für Bankkennungen im Zahlungsverkehr. Zusätzlich gibt es ein Bankstellenverzeichnis, wenn es um Standorte und Bankstellen geht. Für Verbraucher:innen ist in der Praxis aber meist entscheidend: Stimmt die IBAN? Passt der Empfängername? Kommt im Online-Banking eine Warnung?
Bankleitzahl aus einer österreichischen IBAN ablesen
Eine österreichische IBAN hat immer 20 Stellen. Sie beginnt mit AT, danach folgen zwei Prüfziffern. Direkt anschließend steht die fünfstellige Bankleitzahl. Danach folgt die elfstellige Kontonummer.
| IBAN-Bestandteil | Beispiel | Bedeutung |
|---|---|---|
| AT | AT | Länderkennung für Österreich |
| Prüfziffer | 61 | Dient der formalen Prüfung der IBAN |
| Bankleitzahl | 19043 | Fünfstellige Bankkennung |
| Kontonummer | 00234573201 | Elfstelliger Kontoteil, bei Bedarf mit Nullen aufgefüllt |
Bei der Beispiel-IBAN AT61 19043 0023 4573 201 wäre die Bankleitzahl also 19043. Wichtig: Dieses Beispiel dient nur der Erklärung des Aufbaus. Verwenden Sie für echte Zahlungen immer die vollständige IBAN aus Rechnung, Vertrag oder Online-Banking.
Häufig gesuchte Bankleitzahlen in Österreich
Die folgende Tabelle ist ein bewusst kompakter Praxis-Auszug zu häufig gesuchten Bankleitzahlen und Bankgruppen. Sie ersetzt keine vollständige OeNB-Abfrage und keine Prüfung im Online-Banking. Besonders bei Regionalbanken, Sparkassen, Raiffeisenbanken, Volksbanken und übernommenen Instituten kann es mehrere Bankleitzahlen geben.
| BLZ | Bank / Bankgruppe | Hinweis |
|---|---|---|
| 10000 | Oesterreichische Kontrollbank AG | Spezialinstitut, nicht mit normalem Privatkonto verwechseln. |
| 12000 | UniCredit Bank Austria / Bank Austria Umfeld | Bei Bank Austria können je nach Konto auch weitere BLZ-Varianten vorkommen. |
| 14000 | BAWAG P.S.K. | Eine der häufig gesuchten Bankleitzahlen in Österreich. |
| 14200 | easybank / BAWAG Umfeld | Bei älteren Angaben immer aktuelle IBAN prüfen. |
| 15000 | Oberbank | Häufig in Oberösterreich und im Firmenkundenbereich relevant. |
| 16000 | Bank für Tirol und Vorarlberg | Regionale Bankengruppe mit starkem Westösterreich-Bezug. |
| 17000 | BKS Bank | Häufig bei Kärnten/Steiermark/Südösterreich gesucht. |
| 20111 | Erste Bank | Sehr häufig gesuchte BLZ im Erste-Bank-/Sparkassen-Umfeld. |
| 20320 | Sparkasse Oberösterreich | Beispiel aus dem Sparkassenbereich. |
| 20404 | Salzburger Sparkasse | Regionale Sparkassen-Bankleitzahl. |
| 20706 | Kärntner Sparkasse | Regionale Sparkassen-Bankleitzahl. |
| 20815 | Steiermärkische Bank und Sparkassen | Häufig im steirischen Sparkassenbereich relevant. |
| 43000 | Volksbank Wien / Volksbanken-Umfeld | Bei Volksbanken immer konkrete IBAN und Bankbezeichnung prüfen. |
| 51000 | Hypo Bank Burgenland | Regionale Landes-/Hypothekenbank. |
| 54000 | Oberösterreichische Landesbank | Auch als HYPO Oberösterreich bekannt. |
Wichtig: Manche alte Banknamen aus früheren BLZ-Listen sind heute nicht mehr aktuell. Beispiele sind ehemalige Marken, übernommene Institute oder historische Bezeichnungen. Wenn Sie eine alte Bankleitzahl in einem Vertrag, Zahlschein oder Kontoauszug sehen, prüfen Sie die aktuelle Bankverbindung immer über die Bank oder das OeNB-Verzeichnis.

BLZ, IBAN und BIC: Der Unterschied einfach erklärt
Bankleitzahl: die Bankkennung
Die Bankleitzahl ist eine fünfstellige Kennung einer Bank bzw. eines Kreditinstituts im österreichischen Zahlungsverkehr. Sie war früher neben der Kontonummer eine der wichtigsten Angaben auf Zahlscheinen und Überweisungen. Heute ist sie weiterhin in der österreichischen IBAN enthalten, wird aber für normale SEPA-Überweisungen meist nicht mehr separat eingegeben.
IBAN: die Kontonummer für den Zahlungsverkehr
Die IBAN ist die internationale Kontonummer. Sie fasst Länderkennung, Prüfziffern, Bankleitzahl und Kontonummer in einer standardisierten Form zusammen. In Österreich hat sie immer 20 Stellen. Für Überweisungen im Inland und für viele Euro-Zahlungen im Europäischen Wirtschaftsraum genügt in der Praxis die IBAN.
BIC: die internationale Bankkennung
Der BIC, oft auch SWIFT-Code genannt, ist eine internationale Kennung einer Bank. Er besteht aus acht oder elf Zeichen. Bei vielen Euro-Zahlungen innerhalb des EWR ist er für Verbraucher:innen nicht mehr verpflichtend anzugeben. Bei internationalen Zahlungen, Fremdwährungszahlungen oder bestimmten Auslandsüberweisungen kann der BIC aber weiterhin wichtig sein.
| Begriff | Wofür? | Beispiel |
|---|---|---|
| BLZ | Bank identifizieren | 20111 |
| IBAN | Konto eindeutig angeben | AT + Prüfziffer + BLZ + Kontonummer |
| BIC | Bank international identifizieren | 8 oder 11 Zeichen |
Bankleitzahl suchen: So vermeiden Sie typische Fehler
Wer eine Bankleitzahl sucht, hat meistens ein konkretes Ziel: eine Überweisung prüfen, eine alte Kontoverbindung verstehen, eine Bank hinter einer IBAN erkennen oder eine Rechnung kontrollieren. Genau deshalb sollte die Suche möglichst sauber erfolgen.
1. Zuerst die vollständige IBAN prüfen
Eine isolierte Bankleitzahl reicht für eine Zahlung nicht aus. Prüfen Sie zuerst, ob die vollständige IBAN korrekt vorliegt. Bei Rechnungen, Mietzahlungen, Behördenzahlungen, Vereinsbeiträgen oder privaten Überweisungen sollte die IBAN direkt vom Zahlungsempfänger stammen.
2. Nicht nur nach Banknamen googeln
Suchmaschinen können alte Beiträge, archivierte PDFs oder veraltete Banknamen anzeigen. Eine Bankleitzahl kann historisch noch auffindbar sein, obwohl die Bank heute anders heißt oder Teil einer anderen Gruppe ist. Für echte Zahlungen ist die aktuelle Bankverbindung entscheidend.
3. Bei Warnungen im Online-Banking nicht einfach bestätigen
Seit den neuen Regeln zu Echtzeitüberweisungen und Empfängerüberprüfung wird bei SEPA-Zahlungen stärker darauf geachtet, ob Name und IBAN zusammenpassen. Wenn Ihr Online-Banking eine Warnung ausgibt, sollten Sie nicht automatisch fortfahren. Prüfen Sie Tippfehler, Firmennamen, Rechnungsdaten und bekannte Betrugsmaschen.
4. Bei Behördenzahlungen besonders genau sein
Bei Finanzamt, Gebühren, Abgaben, Förderstellen oder Gerichten sollten Sie niemals nur eine alte IBAN aus einem Suchergebnis übernehmen. Nutzen Sie die jeweils aktuelle Zahlungsinformation der Behörde, den Bescheid, FinanzOnline, die offizielle Website oder eine gesicherte Auskunft.
5. Alte Kontoauszüge richtig einordnen
Auf alten Kontoauszügen, Zahlscheinen oder Verträgen können noch Kontonummer und Bankleitzahl getrennt stehen. Das hilft zur Zuordnung, ersetzt aber nicht automatisch eine moderne IBAN. Wenn Sie eine alte Zahlung neu einrichten wollen, fragen Sie beim Empfänger nach der aktuellen IBAN.
Wann ein Kontowechsel sinnvoll sein kann
Viele Menschen suchen nach Bankleitzahlen, weil sie ein Konto einrichten, eine Lastschrift ändern, ein altes Konto schließen oder Bankdaten bei Arbeitgeber, Vermieter, Versicherung, Finanzamt oder Mobilfunkanbieter aktualisieren möchten. Das ist ein guter Anlass, nicht nur die Bankverbindung, sondern auch das eigene Girokonto zu prüfen.
Ein Girokonto sollte zum Alltag passen: Kontoführungsgebühr, Debitkarte, Kreditkarte, Online-Banking, Echtzeitüberweisung, Bargeld, Filialservice, Überziehungszinsen und Zusatzspesen können deutlich wichtiger sein als eine bekannte Bankmarke. Einen ausführlichen Überblick bietet der Finanz-Blog-Ratgeber zum Girokonto Vergleich Österreich.
Girokonto-Angebote vergleichen: Orientierung vor dem Kontowechsel
Wenn Sie wegen einer neuen Bankverbindung, einer Kontoauflösung oder eines Kontowechsels ohnehin Ihre Zahlungsdaten prüfen, kann ein neutraler Blick auf aktuelle Girokonto-Angebote sinnvoll sein. Achten Sie dabei nicht nur auf „gratis“, sondern auch auf Bedingungen, Kartenkosten, Online-Banking, Bargeld, Echtzeitüberweisung und Überziehungszinsen.
Wer neben dem Girokonto auch Rücklagen prüft, kann zusätzlich einen Blick auf den Tagesgeld- und Festgeld Vergleich Österreich werfen. Bestehende Leser:innen kennen außerdem den Finanz-Blog-Beitrag Weltspartag Geschenke & Aktionen 2026 – Zinsvergleich Österreich, der das Thema Sparen und Bankangebote aus einer anderen Perspektive einordnet.
Checkliste: Bankleitzahl und IBAN vor einer Zahlung prüfen
- IBAN vollständig? Eine österreichische IBAN hat 20 Stellen und beginnt mit AT.
- BLZ plausibel? Die fünfstellige Bankleitzahl steht nach AT und den zwei Prüfziffern.
- Name korrekt? Empfängername, Firmenwortlaut und IBAN sollten zusammenpassen.
- Quelle verlässlich? Nutzen Sie Rechnung, Vertrag, Online-Banking, Bank oder offizielle Verzeichnisse.
- Keine alten Daten übernehmen? Veraltete PDFs, Foren und alte Bloglisten können falsche Banknamen enthalten.
- Warnung im Banking ernst nehmen? Bei Namens- oder IBAN-Warnungen immer Rückfrage halten.
- Bei großen Beträgen doppelt prüfen? Bei Kaution, Autokauf, Immobilien, Steuern oder Firmenzahlungen lieber telefonisch gegenprüfen.
- BIC nötig? Bei SEPA-Euro-Zahlungen oft nicht, bei internationalen Zahlungen aber möglich.
- Phishing ausschließen? Bankdaten aus E-Mails nicht ungeprüft übernehmen, besonders bei geänderten Zahlungsdaten.
FAQ zu Bankleitzahlen in Österreich
Was ist die Bankleitzahl in Österreich?
Die Bankleitzahl ist eine fünfstellige Bankkennung. Sie dient dazu, ein Kreditinstitut im österreichischen Zahlungsverkehr zu identifizieren. In modernen Zahlungen ist sie Teil der IBAN.
Wo steht die Bankleitzahl in der IBAN?
Bei einer österreichischen IBAN steht die Bankleitzahl direkt nach der Länderkennung AT und den zwei Prüfziffern. Beispielhaft: AT + Prüfziffer + fünfstellige BLZ + Kontonummer.
Hat Österreich noch Bankleitzahlen?
Ja, Bankleitzahlen existieren weiterhin. Für Überweisungen wird die BLZ aber meist nicht mehr separat eingegeben, weil die IBAN die nötigen Informationen enthält.
Wie lang ist eine österreichische IBAN?
Eine österreichische IBAN hat immer 20 Stellen. Sie besteht aus AT, zwei Prüfziffern, fünfstelliger Bankleitzahl und elfstelliger Kontonummer.
Ist der BIC bei Überweisungen noch notwendig?
Bei Inlandszahlungen und vielen Euro-Zahlungen im EWR ist der BIC in der Regel nicht mehr erforderlich. Bei bestimmten internationalen Zahlungen kann er weiterhin verlangt werden.
Wie finde ich die Bank hinter einer BLZ?
Nutzen Sie die IBAN, das Online-Banking, die Bankauskunft oder das offizielle SEPA-Zahlungsverkehrs-Verzeichnis der OeNB. Bei alten Listen sollten Sie besonders vorsichtig sein.
Kann eine alte Bankleitzahl noch stimmen?
Sie kann noch auffindbar oder historisch erklärbar sein, muss aber nicht für neue Zahlungen passen. Banken können fusionieren oder unter anderem Namen auftreten. Entscheidend ist die aktuelle IBAN.
Was mache ich, wenn Name und IBAN nicht zusammenpassen?
Brechen Sie die Zahlung nicht automatisch ab, aber prüfen Sie genau. Kontaktieren Sie den Empfänger über einen bekannten sicheren Kanal und klären Sie Tippfehler, Firmenwortlaut oder mögliche Betrugsversuche.
Quellen und weiterführende Informationen
- OeNB – SEPA-Zahlungsverkehrs-Verzeichnis – Offizielle Anlaufstelle für Bankkennungen im österreichischen Zahlungsverkehr.
- oesterreich.gv.at – Allgemeines zu IBAN und BIC – Offizielle Erklärung zu IBAN-Aufbau, BIC und Zahlungsangaben in Österreich.
- EUR-Lex – Verordnung (EU) 2024/886 – Rechtsgrundlage zu Echtzeitüberweisungen und Empfängerprüfung im EU-Zahlungsverkehr.
- Europäische Zentralbank – Instant Payments Regulation – Hintergrund zur Echtzeitüberweisung und Verification of Payee.
- SWIFT – BIC Directory – Internationale Suche nach BIC/SWIFT-Codes.
- BMF – Steuerzahlungen – Offizielle Informationen zu Bankverbindungen für Steuerzahlungen in Österreich.
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