Goldpreis Prognose – Goldpreisentwicklung 2016

In Zeiten von Börsenturbulenzen und unsicheren wirtschaftlichen Zeiten wurde früher geraten, dass eigene Geld in Rohstoffe zu investieren. Diese sind aufgrund der Knappheit der wirtschaftlichen Ressourcen immer begehrt und daher eine vermeintlich sichere Anlage.

Im Börsenjahr 2015 erlebte der Kurs für Gold, genauso wie die globalen Börsen, jedoch eine beispielslose Talfahrt. Seit seinem Höchststand im Jahr 2011 hat sich der Kurs für das seltene Edelmetall fast halbiert. Zeit, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Wir verraten, was die führenden Börsenexperten im Blick auf den Goldpreis im Jahr 2016 erwarten.

Goldpreis Prognose – Das denken die führenden Experten über die Goldpreis- Entwicklung 2016

Fassen wir nachfolgend die Ergebnisse von Prof. Max Otte zusammen:

  • Goldpreis wird sich wieder erholen, da dieser künstlich niedrig gehalten wird
  • Zinserhöhung der Fed könnte den Goldpreis noch weiter drücken. War eine Zinssenkung aber der Auslöser der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, könnte eine Zinserhöhung zur Explosion des Goldpreises führen
  • Setzen Sie vor allem auf physisches Gold in Ihrem Depot. Dabei können ruhig 30 Prozent des Depots in Gold investiert werden
  • Risiken des Goldpreises vor allem durch die Bargeldabschaffung und das Ziel einer bargeldlosen Gesellschaft.

Die Ergebnisse von Robert Halver lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Der Goldpreis liegt dramatisch unter seinem wahren Potenzial
  • Preise unter 1000 Dollar pro Feinunze sind denkbar, markieren aber die Talsohle
  • Eine Erhöhung des Leitzinses durch die Fed stellt keine Gefahr dar, denn dies war die Ursache der weltweiten Krise
  • 10 Prozent Goldanteil im eigenen Depot sind sinnvoll. Dabei sollte eine gesunde Mischung aller Formen gefunden werden.

Gold bars and graph of price changesDie Entwicklung des Goldpreises hängt von vielen Faktoren ab und ist selbst für ausgewiesene Experten wie Max Otte, Robert Halver, Philipp Vorndran, Thorsten Polleit, Dora Borbely und Alexander Zumpfe schwer vorherzusagen.

Neben der Entwicklung der globalen Aktienmärkte spielen die Entscheidungen der globalen Notenbanken wie der amerikanischen Fed oder der europäischen EZB eine Rolle, wie sich der Kurs entwickeln wird.

Dennoch haben diese Experten einen Blick in die Zukunft geworfen, wie sich der Preis für eine Feinunze entwickeln wird. Dabei gehen Sie von einem aktuellen, annähernd korrekten Kurs von 1050 Dollar pro Feinunze, die etwa 30 Gramm Gold entspricht, aus. Wir stellen nachfolgend die Vorhersagen von Max Otte und Robert Halver vor.

Prof. Max Otte: Goldpreis unter seinem normalen Niveau

Prof. Max Otte, manchmal als der Börsenguru in Deutschland betitelt, geht davon aus, dass sich der Goldpreis in diesem Jahr wieder erholen wird. Otte behauptet, dass der Goldpreis im Moment unter seinem Niveau befindet und eigentlich wesentlich höher notieren müsste. Den Grund hierfür sieht der Börsenexperte und Fondsmanager vor allem in einer künstlichen Niedrighaltung. Diese wird durch eine mögliche Bargeldabschaffung oder Marginalisierung sowie die Regulierungsmaßnahmen der europäischen Regierungen und Bankenaufsichten zur Stabilisierung des Finanzwesens und der Finanzmärkte verursacht.

Gefahr durch Leitzinserhöhung der Fed

Eine mögliche Zinserhöhung in den USA durch die Federal Express, nachfolgend nur noch Fed abgekürzt, sieht Otte kritisch. Die erste Zinserhöhung im Dezember 2015 seit Beginn der Finanzkrise stabilisierte zwar zum damaligen Zeitpunkt die Börsen, aber für den Goldpreis ist dies aus Sicht Otte’s eher kontraproduktiv.

  • Eine weitere Zinserhöhung könnte nämlich zu einem erneuten Absinken des Goldpreises führen.

War die Entscheidung der Fed, die Zinsen auf 0 zu senken, erst der Auslöser der weltweiten Finanz- und anschließenden Wirtschaftskrise, hätte eine Zinserhöhung keinen Einfluss auf den Goldpreis. In diesem Falle wird der Goldpreis explodieren.

Maximal 30 Prozent Gold im eigenen Depot

Grundsätzlich rät Otte jedem, Gold in seinem Depot zu halten. Dieser Anteil sollte aber 30 Prozent nicht übersteigen. Angesichts der geopolitischen Risiken rät Otte als Form zu physischem Gold anstatt Gold-ETFs, Goldminenaktien, Fonds oder Derivaten. Wer ein großer Fan von Gold ist, sollte den Anteil von 30 Prozent im eigenen Depot aber nicht überschreiten, da bei einer möglichen Bargeldabschaffung der Goldpreis nochmals abrutschen dürfte und die 1000 Dollar Grenze unterschreiten dürfte. Dabei geht es darum, die bargeldlose Gesellschaft zu realisieren, wie dies in Schweden und anderen europäischen Staaten längst Realität ist.

Robert Halver: Talsohle so gut wie erreicht

Robert Halver, der Kapitalmarktexperte der Baader Bank, geht davon aus, dass die Talsohle beim Goldpreis so gut wie erreicht ist. Halver sagt, dass keine andere Anlegerklasse in der Theorie über so gute Argumente für steigende Kurse als Gold verfügt.

  • Sieht man sich diese an, so müsste der Goldpreis eigentlich im Jahr 2016 kräftig steigen.

Die Realität aber maskiert diese Argumente mit den aktuellen Kursen um 1050 Dollar, was fast der Hälfte des Rekordstandes im Jahr 2011 von 1900 Dollar entspricht. Grundsätzlich ist ein Goldpreis unter 1000 Dollar denkbar, aber dies sollte dann die endgültige Talsohle markieren.

Fed macht den gleichen Fehler nicht zweimal

Auch einer Zinserhöhung durch die Fed sieht Halver gelassen. Den Grund hierfür sieht der Experte vor allem in den Lehren der Finanz- und Wirtschaftskrise. Die rasante Zinserhöhung der Fed zwischen 2004 und 2006 von einem auf 5,25 Prozent ist laut Halver einer der Ursachen für das Entstehen der Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009. Deshalb wird Janet Yellen, die Präsidentin der Fed, diesen Schritt so nicht wiederholen und schadet somit dem Goldpreis und der Goldpreisentwicklung nicht.

Nicht nur auf physisches Gold setzen

Wer Gold in sein Depot aufnehmen möchte, sollte laut Halver dabei einen Anteil von zehn Prozent nicht überschreiten. Er rät auch jedem dazu, Gold in physischer Form zu erwerben, jedoch gibt es auch interessante Möglichkeit, auf den kurzfristigen Preis für Gold zu spekulieren, wo in den letzten Jahren viele interessante Möglichkeiten und Optionen entwickelt wurden.

Der Börsenprofi geht dabei davon aus, dass sich der Preis im Jahr 2016 nur marginal verbessern wird, obwohl ein größerer Anstieg absolut berechtigt und von den fundamentalen Daten gedeckt wäre. Er wagt die Prognose, am Ende des Jahres einen Goldpreis von etwa 1150 Dollar zu haben, also 100 Dollar über dem aktuellen Niveau.

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