Kleinstunternehmer in Österreich – Sozialversicherung & Umsatzgrenzen

Im Bereich der Kleinstunternehmer in Österreich gibt es das Problem, dass keine klare Abgrenzung zu der Begrifflichkeit und den Regelungen von einem Kleinunternehmer geltend sind.

Daher gibt es hierbei auch keine Möglichkeit, eine verbindliche Aussage zu treffen, bis zu welchen Umsatzgrenzen man als Kleinstunternehmer gilt. Wichtig: Es darf sich hierbei im Normalfall nur um ein EPU, also ein Ein-Personen Unternehmen handeln, daher dürfen beim Unternehmen dass als Kleinstunternehmen aktiv sein möchte keine Angestellten beschäftigt sein.

Welche Umsatzgrenzen gelten als Kleinstunternehmer?

Ausgehend von den Umsatzgrenzen bei Kleinunternehmern in Österreich werden hier Umsatzgrenzen von maximal 30.000 Euro im Geschäftsjahr angenommen. Diese Grenze kann höchstens in einem von 5 Jahren um maximal 15 % überschritten werden.

Befreiuung von der Umsatzsteuer: Welche Voraussetzungen gelten?

Wenn man keine innergemeinschaftlichen Lieferungen und keinen Erwerb durchführt, kann man sich von der Bezahlung der Umsatzsteuer befreien lassen. Wichtig: Auf den Rechnungen darf dann auch keine Umsatzsteuer ausgewiesen werden!

Wann muss ich eine Einkommenssteuererklärung durchführen?

Diese kann durch eine einfache Einnahmen-Überschussrechnung und mittels der Abgabe an die Finanzbehörden von einer EK-Steuererklärung erfolgen. Steuerpflichftig ist man als Kleinstunternehmer wen man die Gewinn-Grenze von 11.Euro in einem Geschäftsjahr überschreitet. Für Fragen zur korrekten Einkommenssteuer-Erklärung für Kleinstunsternehmer können Sie sich an die Wirtschaftskammer, einen Steuerberater ihres Vertrauens oder das Finanzamt wenden.

  • Wichtig: Auch wenn man mehrere selbstständige Tätigkeiten ausübt, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, müssen bei der Einkommenssteuererklärung in Österreich die gesamten Einkünfte als selbständig ausgeübten Tätigkeiten summiert werden und sind die Grundlage für die Steuerberechnung für den Kleinstunternehmer/Kleinunternehmen in Österreich.

Welche Sozialversicherung ist für einen Kleinstunternehmer notwendig?

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Hierbei gelten für die Sozialversicherung die Regelng für nebenberuflich Selbständige. Wenn man jährliche Einkünfte unter 4.743,72 Euro nachweisen kann, ist es möglich, eine Ausnahme bzw. Befreiuung von der Zahlung der Beiträge für die SVA erhalten – Diese muss bei der Kranken/Pensionsversicherung beantragt werden.

Wann besteht die Versicherungspflicht in der SVA?

Die Pflichtversicherung erfolgt automatisch, wenn man eine Gewerbeberechtigung besitzt. Als Freiberufler ohne Gewerbeberechtigungsprüfung ist man bei einer Einkommensgrenze von 6.453,36 Euro pro Jahr, bei nebenberuflich Tätigen 4.743,72 Euro pro Jahr versichert.

  • Beiträge für die Sozialversicherung: Diese müssen bis zum 2. Monat jedes Kalendervierteljahres bezahlt werden und werden quartalsweise eingezogen. Wenn man als Künstler in Österreich als Kleinstunternehmer aktiv ist, kann man einen Zuschuss zur Unfallversicherung/Pensionsversicherung & Krankenversicherung in der Höhe von bis zu 143,50 erhalten (jeweils).
  • Mehr Leistungen in der Krankenversicherung: Um zusätzliche Leistungen zu erhalten ist es möglich, eine zusätzliche freiwillige Zusatzversicherung abzuschliessen. Somit besteht dann oft Anspruch auf ein zusätzliches Leistungspaket. Dies empfiehlt sich auch in der privaten Pensionsvorsorge für einen Kleinunternehmer – Hierbei sollte man jedoch die Angebote miteinander vergleichen.

Welche Förderungen kann ich als Kleinstunternehmer erhalten?

Um Informationen zur Förderungen für Gründer zu erhalten, ist die SVA neben der WKO eine gute Anlaufstelle – Einfach bei der jeweiligen Landesstelle anfragen. Auch der Besuch von einem Gründer-Seminar kann sich lohnen bzw. die Teilnahme am AMS-Gründerprogramm.

Marketing für Kleinunternehmer

Starten Sie hierbei mit geringen Kosten durch und machen Sie sich darüber Gedanken, wo sie potentielle Kunden „abholen“ können und für ihr Unternehmen begeistern können.

  • Wenn Sie als Dienstleister tätig ist, ist die Kommunikation über Freunde/Bekannte und evtl. das Verteilen von Flyern in Cafes/anderen Unternehmen als Start ihrer „Marken-Strategie“ eine Möglichkeit. Auch ein Tag der offenen Tür bzw. eigene Veranstaltungen können dabei helfen, ihre Bekanntheit in ihrer Region zu stärken.

Wann muss ich als Kleinstunterenhmer eine Steuererklärung abgeben?

Die Abgabe der Einkommenssteuererklärung ist bei einem Einkommen bzw. lohnsteuerpflichtigen Einkünften ab 11.000 Euro im Jahr verpflichtend. Wichtig: Man sollte hierbei den Grenzsteuersatz von jährlich 36,5 % beachten und je nach Unternehmen/Umsatz sich beraten lassen. Wesentlich: Alles Belegen/Belege aufbewahren und die Firmen-Ausgaben als Ausgaben von der Steuer absetzen.

  • Liebhaberei: Diese wird von der Finanz dann  angeommen, wenn keine Gewinnerwirtschaftung über einen längeren Zeitraum resultiert. Dies führt dazu, das eventuelle Verluste nicht mehr steuerlich berücksichtigt werden/abzugsfähig sind.

 

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