Winterreifenpflicht 2010 in Österreich – Was muss ich bei der Autoversicherung beachten?

Was genau ist eigentlich noch einmal Winter?

Alljährlich sind Autofahrer überrascht und kommen in Panik, sobald der erste Schnee fällt. Und jedes Jahr gibt es dann im Anschluss auch die Diskussionen über die Notwendigkeit von Winterreifen.

Die Frage, die jährlich von vielen Autofahrern immer wieder gestellt wird, kann ich, darf ich, muss ich? Für Autofahrer in Österreich gilt die sogenannte „situative Winterreifenpflicht“. Sie schreibt vor, dass vom 1. November bis 15. April in Österreich mit Winterreifen gefahren werden muss, wenn dort winterliche Fahrverhältnisse herrschen. Tatsächlich ist es also so, dass nur dann Winterreifen verlangt werden, wenn auch tatsächlich winterliche Verhältnisse herrschen – ist es dagegen trocken und warm – entfällt die Winterreifenpflicht.

Die Strafen und Maßnahmen, die die Gesetzgebung in Österreich bei Verstößen gegen das Gesetz verhängt, sind recht drastisch. Der Strafrahmen bewegt sich von 35 Euro bis hin zu 5.000 Euro und ein Fahrzeug, das von der Exekutive beanstandet wird, darf im Normalfall die Fahrt nicht weiter fortsetzen.

Wer, die Winterreifenpflicht missachtet, bekommt aber nicht nur mit der Polizei Probleme denn unter Umständen verweigert die Kfz-Kaskoversicherung bei Unfällen auch die Zahlung.

Das Gesetz verlangt vom Autofahrer eine schwierige Gratwanderung, denn es hat so seine Tücken. Sinkt beispielsweise das Thermometer und nasse Straßen verwandeln sich in Rutschpartien, dann setzt die Winterreifenpflicht schlagartig wieder ein.
Selbstverständlich muss die Mindestprofiltiefe von 4 mm bei Radialreifen und von 5 mm bei Diagonalreifen gegeben sein, andernfalls geht man einfach von Sommerreifen aus. Auch bei Ganzjahresreifen werden sie nur dann als Winterreifen anerkannt, wenn sie wiederum die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe haben.

Der nächste Winter kommt bestimmt und mit ihm die Qual der Wahl. Die Rechtslage für Autofahrer in Österreich in Sachen Winterbereifung ist sehr zwiespaltig, umso wichtiger, für die richtigen Winterreifen zu sorgen.
Sparsamkeit, so viel sei gleich zu Anfang gesagt, ist vollkommen fehl am Platz. Der ADAC größter deutscher Automobilclub hat vielen Winterreifen die Note „mangelhaft“ gegeben. Es handelte sich dabei um Winterreifen aus China, die eine katastrophale Verarbeitung vorwiesen.

Verglichen mit den besten Winterreifen kamen diese Reifen aus Fernost, bei einer Vollbremsung, erst 18 bzw. 22 Sekunden später zum Stehen. Das Groteske dabei, der Test wurde lediglich auf nassen Asphalt durchgeführt, man mag sich gar nicht vorstellen, was passiert, wenn erst einmal Eis und Schnee die Straßen beherrschen.

Aber nicht nur die Autofahrer auch einer der größten Reifenhersteller die Firma Michelin startet bereits in die Wintersaison. In ihrem neuesten Werbespot sorgen kleine Winterdämonen für eisige Straßenverhältnisse. Eine Familie, der die Straßenlage zum Verhängnis wurde, bekommt mit dem Albin 4 Winterreifen, gerade noch rechtzeitig Hilfe um nach der Montage, durch einen Michelin Mann, ihre Fahrt problemlos fortfahren zu können.

Die Haftpflichtversicherer in Österreich sagen ihren Mitgliedern ganz klipp und klar, wer mit Sommerreifen fährt und einen Unfall verursacht, verliert seinen Versicherungsschutz, da dies laut bestehender Rechtsprechung als auffallende Sorglosigkeit bewertet wird.

Hier sparen, heißt an anderer Stelle teuer bezahlen.

Wer sich nun entschlossen hat, doch für den bevorstehenden Winter auf Winterreifen umzurüsten, der findet im Internet umfangreiche Informationen, zum und über das Thema Winterreifen. Gleichzeitig gibt es hier die Möglichkeit Preise zu vergleichen und dadurch ein gutes Angebot zu finden.

Wer sich informiert, erhält nicht nur umfangreiche Preisangebote, sondern auch noch eine Menge an guten Informationen. Denn noch ist es ein guter Zeitpunkt, um in der Werkstatt seines Vertrauens Winterreifen zu besorgen. Fällt erst einmal der erste Schnee, bilden sich wieder Schlangen von wartenden Autofahrern, die völlig überrascht sind, dass es schon wieder Winter ist.

Autofahrer sollten bei ihrer Planung auch berücksichtigen, dass die Reifenhändler inzwischen nicht mehr so ins „Blaue“ hinein neue Ware ordern. Nicht umsonst beklagt der Handel eine drohende Reifenknappheit. Geordert werden nur noch so viel Reifen, von denen man annimmt, dass sie auch abgesetzt werden. Aus diesem Grund dürfte es sehr schwer werden, im bereits eingesetzten Winter noch Reifen zu bekommen.

Spricht man von Winterreifen, dann assoziieren viele Autofahrer noch die guten alten Spikes. In Österreich gibt es allerdings von Juni bis September ein generelles Verbot für Spikes. Während der Winterperiode müssen Fahrzeuge mit Spikes deutlich mit einem Aufkleber am Heck gekennzeichnet sein. Wenn Spikes angebracht werden, müssen sie auf allen vier Rädern montiert sein und gegebenenfalls auch am Anhänger montiert werden. Wer mit Spikes fährt, darf eine Höchstgeschwindigkeit von 82 km/h auf Freilandstraßen und 100 km/h auf Autobahnen nicht überschreiten.

Kaum ein Autofahrer wird begeistert sein, wenn er feststellt, dass mal wieder neue Winterreifen fällig sind. Für ein gewisses Einsparpotenzial sorgen kleinere Winterreifen, da diese erfahrungsgemäß billiger sind. Wer sich nicht die Mühe machen will, die Reifen selbst aufzuziehen, muss zusätzlich nochmals mit Ausgaben für Aufziehen sowie auswuchten und die Montage rechnen.

Der Winter, so schön er auch für einige zu sein mag, kann auch für Autofahrer problemlos verlaufen, wenn vorher minimale Regeln in puncto Sicherheit beachtet werden. Aber ob der Winter wirklich ein Problem ist, das sich lösen lässt? Denn manchen Autofahrern bleibt nach wie vor unklar, was denn genau ist nun noch einmal ein Winterreifen – und wann genau ist straßenverkehrsmäßig gesehen eigentlich Winter?

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