Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge

Das Modell der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge gibt es in Österreich erst seit wenigen Jahre.

Die Versuche für ein Produkt um die Österreicher zur Eigenvorsorge zu bewegen waren lange nicht sehr erfolgreich. Das Modell zur prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge im Jahr 2003 änderte das. Hundertausende Verträge für diese Form der Altersvorsorge/Zukunftsvorsorge wurden verkauft.

Hier die Eckpunkte und Pluspunkte für die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge

  • Laufende Prämienzahlung mit staatlicher Prämienförderung und Kapitalgarantie
  • Staatliche Förderung von 5,5% fix + 3% bis 8% variabel pro Jahr auf die Einzahlung im betreffenden Jahr (nicht auf das Gesamtkapital!)
  • Direktinvestment in Fonds (keine Kostenbelastung)
  • Keine Versicherungssteuer
  • Keine Einkommenssteuer
  • Keine KESt (Kapitalertragsteuer)
  • Abschlussalter 0 bis 55 Jahre (also auch schon für Babys möglich und auch später noch sinnvoll)
  • Prämienzahldauer: Unbestimmte Zeit, aber mindestens 10 Jahre, endet derzeit mit dem 65. Lebensjahr (Pensionsantrittsalter)
  • Pensionsauszahlung ist bereits ab 40 Jahren möglich
  • Maximalprämie 1,53% der dreifachen ASVG-Höchstbeitragsgrundlage
  • Lebenslange Pensionszahlung
  • Garantierte Pensionshöhe mit Wertanpassung durch Gewinnausschüttung (wenn vorhanden)
  • Erhöhung oder Reduktion im Rahmen der Mindest- oder Höchstprämien flexibel möglich
  • EST-freier Pensionsbezug (im Unterschied zu vielen anderen Produkten)
  • Veranlagung 40% in Aktienfonds (zumeist heimische Papiere), 60% in sicheren Papieren (Anleihen, Deckungsstock)
  • Kapitalgarantie
  • Kapitalentnahme nach Ende der Mindestlaufzeit möglich – allerdings muss dann die halbe Förderung rückgezahlt werden, die Kapitalgarantie geht verlustig und die Gewinne müssen mit 25% KESt nachversteuert werden.
  • Mögliche Nachteile dieser Form der Zukunftsvorsorge
  • Kein Rückkauf vor Mindestbindefrist möglich.
  • Förderung pro Person mit knapp über 2.000 Euro pro Jahr beschränkt.
  • Ableben nach Pensionsantritt: Wenn kein Ehepartner/Lebensgefährte oder Kinder bis zum 27. Lebensjahr mehr vorhanden sind, geht das eventuell noch vorhandene Restkapital an die Versicherungsgemeinschaft zurück.
  • Sicher eine sehr interessante Alternative zu den klassischen und konservativen Pensionsversicherungen, da mit Aktienfonds höhere Kurschancen vorhanden sind.
    Durch die meistens eher längeren Laufzeiten sollten Krisen auf den Aktienmärken locker weggesteckt werden – in solchen Krisenzeiten wird schön brav und viel zu niedrigen Kosten („Cost-Average-Effekt“) eingekauft.

     

 

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