Benzin für 59 Cent – der Preiskampf geht weiter

Die Salzburger Tankstellen befinden sich derzeit in einem regelrechten Preiskampf. Die Wettbewerbshüter müssen sich jetzt mit dem Vorgehen beschäftigen, denn es geht hier um den Vorwurf des Preis-Dumpings.

Obwohl die Wettbewerbshüter jetzt die niedrigen Preise an den Tankstellen in Salzburg prüfen müssen, das Verlustmachen der Tankstellen ist erlaubt. Für den Verlust seines Geschäfts ist jeder selbst verantwortlich. Rund um Salzburg gab es in den letzten Tagen kilometerlange Staus zu berichten, denn der Lebensmitteldiscounter hatte die Preise gesenkt. Die Tankstellen werden mit einem Automaten betrieben. Hier bekommt man demnach keinen Service und hat auch kein Personal zum Ansprechen, dafür sind jedoch die Preise sehr gering. Angeblich will der Konzern damit die anderen Tankstellen immer um zwei Cent unterbieten. Anfang der Woche fielen die Preise auf nur 59 Cent für den Liter Super. Dabei musste die Mitbewerber reagieren und auch ihre Preise enorm senken. Die Marketingaktion des Discounters hat dazu geführt, dass auch die anderen Tankstellen reagieren mussten.

Ein Ermittlungsteam muss nun den Wettbewerb prüfen. Die OMV Tankstellen mussten sogar unter den Einkaufspreis gehen und haben vermutlich mit ihrem Geschäft Verluste gemacht. Normalerweise müssen Kartelle mit zu hohen Preisen verhindert werden. Jetzt geht es aber um zu niedrige Preise. Allerdings steht immer noch zur Frage, ob es denn verboten ist, die Ware unter den Herstellerkosten zu verkaufen. Wettbewerb scheint allerdings zu beleben, wie in Österreich gezeigt wurde. Feststeht jedoch, dass ein kleines Unternehmen den Wettbewerb anfangen kann und nicht belangt werden kann, wenn die großen Unternehmen reagieren.

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