Inländer kaufen an der Börse

In den vergangenen Monaten konnte man an der Wiener Börse einen klaren trend erkennen. Die privaten Anleger waren eine große Stütze, wobei die Ausländer an der Börse eher geflüchtet sind.

Ausländische Investoren ziehen sich von der Wiener Börse immer mehr zurück. Österreich kann jedoch dankbar sein, dass die privaten Anleger aus dem Inland immer mehr kaufen und sich nicht von der Börse entfernen. Offenbar lassen sich die Anleger von der momentanen Wirtschaftskrise und der internationalen Kritik an Österreich nicht abschrecken und investieren fleißig ihr Geld. Der hauptsächliche Grund ist vermutlich, sich vor einer größer werdenden Krise zu schützen. Im vierten Quartal von 2008 kauften die Inländer Aktien um eine Milliarde Euro. Die ausländischen Investoren verkaufen jedoch die Aktien um rum 2,5 Milliarden Euro. „Die inländischen privaten Haushalte haben sich in den vergangenen schwierigen Quartalen als Schnäppchenjäger betätigt”, sagte gestern Aurel Schubert, Hauptabteilungsleiter Statistik der Österreichischen Nationalbank (OeNB), bei einem Pressegespräch in Wien.

Auch im ersten Quartal von 2009 gab es einen solchen Trend, der sich für die Anleger auszahlen könnte. Seit den bisherigen Tiefständen hat sich der Wiener Leitindex ATX wieder um 50 Prozent erholen können. Seit dem Jahresbeginn liegt er mit rund 25 Prozent im Plus. Auch bei den österreichischen Investmentfonds hat die Finanzkrise deutliche Spuren hinterlassen. Dabei ging das Fondsvolumen um 30 Prozent auf 103 Milliarden Euro zurück. Allgemein kann man sagen, dass die Finanzkrise den Marktwert der umlaufenden Wertpapiere jedoch um 126 Milliarden Euro verringert hat. Das Volumen hatte sich in den vergangenen achteinhalb Jahren verdoppelt.

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