Umfinanzierung

Der Begriff der Umfinanzierung ist eine andere Bezeichnung der Umschuldung. Bei dieser geht es darum, das ein bestehender Kredit abgelöst bzw. mehrere Kredite in einem neuen Kredit zusammengefasst werden. Aber auch bei der Umfinanzierung sollte man auf einige Aspekte achten.

Worauf man bei einer Umfinanzierung achten sollte

  • Der neue Kredit sollte einen wesentlich günstigeren Zinssatz anbieten (effektiver Zinssatz) als der alte Kredit, hier ist ein genauer Vergleich sinnvoll
  • Die Gebühren für die Umfinanzierung bzw. die Umschichtung der Kreditverträge ist zu beachten, diese sind ebenfalls mitzuberechnen in der Überlegung, ob eine Umfinanzierung Sinn hat
  • Bei einem Dispositionskredit der häufig beansprucht wird oder bei Verwendung von Kreditkarten ohne rechtzeitige Zahlung (sehr hohe Zinssätze von bis zu 20 % ) ist es sinnvoll, eine Umfinanzierung auf andere Kreditformen (Konsumkredit, Abrufkredit, Rahmenkredit) zu überlegen oder seine Ausgaben zu kürzen
  • Neben den Gebühren für die Kredit Umfinanzierung/Umschuldung sind auch versteckte Kosten für den Kredit zu beachten, die NICHT in der Berechnung für den effektiven Zinssatz einfließen
  • Nicht bei jeder Kreditform ist eine Umfinanzierung möglich. Auch bei Zinsfestschreibungen kann sich eine nachträgliche Umfinanzierung/Umschuldung lohnen, hier sind jedoch auch die Kosten zu beachten.
  • Vorsicht auch bei den Kosten für eine Vorfälligkeitsentschädigung bzw. Gebühren, die durch die Umfinanzierung (Entfall von Zinsen für die kreditgebende Bank) entstehen können.
  • Fazit zur Umfinanzierung/Umschuldung
    Am besten ist es natürlich bereits im Vorfeld die Kreditmöglichkeiten zu vergleichen und Kredite mit günstigen Zinsen zu wählen. Sollte man sich jedoch bereits für einen teuren Kredit entschieden haben und die Möglichkeit der Umfinanzierung/Umschuldung benötigen, so sollte man auch hier alle Kosten miteinander vergleichen. Der Aufwand für die Umschuldung sollte sowohl zu einer Zinsersparnis als auch einer Reduzierung der Gesamtbelastung beitragen (z.B. auch längere Laufzeiten), hierbei ist eine Beratung und die Verwendung von Finanzierungsrechnern empfehlenswert.

    Eine voreilige Umschuldung auf vermeintlich günstige Kreditangebote sollte vermieden werden. Ein Zusammenfassen von mehreren Krediten (Kreditkartenschulden und Dispositionsschulden immer zuerst bezahlen, um hohe Zinsen zu sparen!) ist sinnvoll, um die Abwicklung zu vereinfachen.

    Was tun bei Überschuldung?
    Da eine Umfinanzierung/Umschuldung oft als möglicher Weg aus der Schuldenfalle genannt wird, sollte hierbei erwähnt werden, das eine “einfache” Umfinanzierung finanzielle Probleme oder Fehler (zu hohe Ausgaben) nicht einfach beseitigen kann. Daher ist es sinnvoll sich umfassend über Möglichkeiten zu informieren, zum Beispiel durch einen Ratgeber zur Überschuldung oder die genaue Überlegung, wo und wie man bei seinen privaten Finanzen und beim Konsumverhalten sparen könnte.

    Um bei Überschuldung nicht das Risiko einer Privatinsolvenz
    und einer Zwangsversteigerung des eigenen Hab und Gutes zu riskieren ist es notwendig, konsequent zu sein, bevor es nur noch die Möglichkeit der Privatinsolvenz zur Entschuldung gibt.

    Bei sehr hohen Schulden kann auch die Schuldnerberatung des jeweiligen Landes dabei helfen, Pläne für die Entschuldung/Umfinanzierung zu erarbeiten. Seine Kosten kann man mit einem Einnahmen/Ausgabenrechner bzw. Haushaltsplan überwachen, die Kreditrate sollte nicht zu einer hohen Belastung ohne weiteren Spielraum (z.B. Reparaturen) führen.

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