Neuer Pakt für 11.000 Lehrstellen

Die Wirtschaftskrise hat einen massiven Stellenabbau in Österreich bewirkt. Die Betroffenen sind hier aber vor allem die Jugendlichen. Dieser Trend zeichnet sich seit Monaten sehr stark ab.

Diese Entwicklung muss jetzt jedoch gebremst werden. Das Wirtschaftsministerium hat dafür 17 große österreichische Unternehmen dazu bekommen, einen Lehrlingspakt zu unterzeichnen. Die Betriebe verpflichten sich somit, den Lehrlingsstand bis zum Jahr 2010 konstant zu halten. Dabei werden zwar keine neue Lehrlinge aufgenommen, aber auch keine entlassen. Die Zahl der Lehrstellensuchenden steigt dennoch massiv an. Im Mai lag die Zahl der gesamten Arbeitslosen schon um 30 Prozent höher als zum Vorjahr. Bei den 15- bis 24-Jährigen stieg die Prozentzahl sogar auf 38,3. Die Zahl der Lehrstellensuchenden stieg im Mai 2008 schon um 15 Prozent an. Somit hat sich diese Anzahl in 2009 verdoppelt. Durch den abgeschlossenen Pakt mit den Betrieben können allerdings 11.000 Lehrplätze vorerst gesichert werden. Unter den 17 Betrieben befinden sich auch die 15 größten Lehrlingsausbilder aus Österreich.

Der Pakt soll allerdings auch ein gewisses Vorbild für die Jugendlichen haben. Er soll ihnen signalisieren, dass sie gebraucht werden, und soll sie motivieren noch härter und fleißiger zu arbeiten. So machen sie sich im Unternehmen selbst unentbehrlich. Die Ausbildung von neuen Fachkräften ist sehr wichtig und darf nicht vernachlässigt werden. Weiterhin soll es bessere Informationen über Lehrstellen geben und auch ein Weg nach der Lehre aufgezeigt werden. Besser qualifizierte kommen immer leichter durch den Job, als weniger qualifizierte. Längerfristig sind qualifizierte Mitarbeiter Mangelware, da neue Fachkräfte kaum ausgebildet werden konnten.

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