Bank Austria - Wechsel in der Führungsetage
Der Real Invest-Chefs Karl Derfler ist überraschend bei der Bank Austria ausgeschieden. Die Agenden werden jetzt von Gerhard Dreyer übernommen und die Bank Austria hat somit einen Chefwechsel hinter sich.
Neuer Vorsitzender der Geschäftsführung ist Gerhard Dreyer. Dies ist erst kürzlich bekanntgeworden und somit bekommt die Bank Austria Real Invest, eine der größten Immobilienfondsgesellschaften Österreichs, eine neue Führung mit neuen Offensiven. Der Langzeit-Chefs Karl Derfler ist überraschend ausgeschieden. Der Europe-Fonds ist in der Krise massiv unter Druck geraten. Jetzt sind mit dem neuen Chef auch hier Änderungen zu erwarten. Es sind Liegenschaftsverkäufe geplant. Ziel ist, bis Jahresende vor allem deutsche Objekte zu verkaufen, meine Dreyer. Die ersten Deals werden bereits geprüft und insgesamt muss man mit Transaktionen von bis zu 40 Millionen Euro rechnen. Neben Deutschland ist der Fonda auch in Tschechien und Kroatien investiert und hat ein Volumen von 58 Millionen Euro. Dreyer habe alle Schritte geprüft, aber die Notverkäufe sind einfach nötigt, meinte er.
Der Hintergrund dafür ist, dass der Europe-Fonds nach Wertberichtigungen Ende Februar vorübergehend abgeschlossen sein muss. Alle Anleger können bis dahin laut Gesetz keine Gelder abziehen. Damit soll ein Liquiditätsengpass verhindert werden. Dabei ist der Europe jedoch der erste Fonds in Österreich, der konkrete Verkäufe plant. Andere Fonds hatten trotz der Krise kaum oder noch gar keine Verkäufe getätigt und versuchen die schwere Phase auszusitzen. „Die Lage für unsere Branche bleibt schwierig, so gut wie alle Mitbewerber haben mehr Ab- als Zuflüsse”, sagt Dreyer. Das Volumen des „Austria” stieg somit in den vergangenen Wochen auf 870 Millionen Euro an.
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