Überraschungen nach Eröffnung von Girokonten

In Nürnberg werben im Moment viele Banken intensiv für ihre Girokonten. Vor allem bei einer Kontoeröffnung verkaufen sie dann dem Kunden mehr als ihm eigentlich lieb ist. Besonders in der Finanzkrise ist dies besonders schlimm geworden, da die Banken jeden Kunden zum Bestehen benötigen. Als Verbraucher benötigt man einen kleinen Überblick über die aktuelle Lage auf dem Markt. Diese findet man besonders gut und übersichtlich im Internet, denn da stehen einem sehr übersichtliche Tabellen zur Verfügung, mit welchen Zinsen und Prämien die verschiedenen Banken jetzt werben. Solch ein Vergleich ist in der Krise sehr wichtig.

Sehr viele Menschen wollen einfach nur ein Girokonto eröffnen, doch hinaus aus der Bank kommen sie mit sehr vielen Zusatzleistungen und Prämien, welche sich ein Normalbürger eigentlich nicht leisten kann und welche man sich eigentlich auch nicht gewünscht hatte. Viel zu hohe Gebühren und viel zu niedrige Zinsen sind meist das Endresultat. Es ist sogar schon vorgekommen, dass ein Kunde aus der Bank wieder hinauskam, und sogar einen Riester-Vertrag dabei hatte, welche ihm die Sparkasse oder auch die Bank eingeredet hatte. Nach Angaben dieses Mannes habe er nicht richtig gewusst, was er mit seiner Unterschrift denn alles bestätigt und an Verträgen an sich nimmt. Dabei waren eine Visa-Gold-Karte, mit einer Jahresgebühr von 70 Euro. Hinzu kommt eine Master-Karte mit einer Jahresgebühr von knapp 30 Euro und einen hohen Dispositionsrahmen, welcher mit einem Zinssatz von 13,5 Prozent eine sehr tiefe Lücke in den Geldbeutel schlagen wurde. Leider hat dann die Bank auch noch für drei Transaktionen 5 Euro berechnet. Ohne das Wissen des Kunden wurde dann auch noch der Riester-Vertrag abgeschlossen, über welchen er nicht einmal informiert worden ist.
Leider möchte die zuständige Commerzbank zu diesem Fall keine Stellung nehmen und verweist auf das Bankgeheimnis. Dies ist natürlich eine gefundene Ausrede. Nach Angaben der Bank sei es üblich, den Neukunden, neue Angebote und Kreditkarten zu unterbreiten. Doch letztendlich müssen die Kunden selbst entscheiden, ob sie diese Angebote annehmen oder nicht. Um ein Dispositionskredit zu bekommen, muss beispielsweise jeder Kunde ein geregeltes Einkommen vorweisen, sodass die Bank auch sicher gehen kann, dass zum einen der Kunde nicht verloren geht und zum anderen Gewinne durch die regelmäßigen Einnahmen erzielt werden können. Die Transaktionen von fünf Euro werden je Buchung fällig, wenn der Dispositionsrahmen ausgeschöpft ist. In diesen Fall kann die Bank prüfen, ob wichtige Zahlungen, wie beispielsweise die Miete oder Rechnungen für die Mobilfunkrechnung trotz des ausgereizten Kostenlimits genehmigt werden oder nicht. Aber laut den Verbraucherschützern ist dies kein Einzelfall, was hier bei der Commerzbank passiert ist. Besonders in der heutigen Finanzkrise versuchen immer mehr Unternehmer, dem Kunden mehr als nur den eigentlich gewollten Wunsch aufzudrängen, um selbst noch ein wenig Gewinn zu machen. Verdi berichtete von einem steigenden Druck der Banken. Den Mitarbeitern werden hohe Ziele angegeben, also die hohen Finanzprodukte schnell und sicher zu verkaufen.

Um sich bei der Eröffnung vor solchen Vorfällen zu schützen, bleibt den Kunden nur eines übrig, nämlich nichts zu überstürzen. Man kann sich vorab schon im Internet über die einzelnen Banken und deren Angebote informieren. Mitunter findet man sogar noch Kundenmeinungen, welche bei der Entscheidung sehr hilfreich ein können.
Besonders hilfreich ist es auch, sich bei den einzelnen Banken Angebote einzuholen und diese erst einmal zu Hause in Ruhe zu vergleichen. So kann man sich entschließen, was man möchte, und sollte sich dann auch nichts anderes mehr aufdrängen lassen.
Zudem hat man noch einen wichtigen Tipp. Wenn man Bankgeschäfte abschließen gehen möchte, so sollte man sich immer einen Begleiter mitnehmen. So hat man bei einem Streitfall noch immer einen Zeugen und ist so auf der sicheren Seite.



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