Rückblick: Börsenmarkt vor dem „Schwarzen Freitag“ 1929

Es ist schon erstaunlich, wie rasch in den 1920er-Jahren des letzten Jahrhunderts die Börse florieren konnte, allen voran in den USA. Plötzlich konnten Menschen ohne jegliche Anstrengung enormen Reichtum erlangen.

Manchen war klar, dass dieser Zustand nicht ewig währen konnte, andere veranlagten sämtliches Vermögen in Aktien und – schlimmer noch – nahmen sogar Kredite zum Erwerb der begehrten Papiere auf. So wurde auch dem Durchschnittsamerikaner ermöglicht, mit den Großen und Reichen des Landes in der selben Liga zu spielen – das gefiel den Menschen natürlich und motivierte sie, weiterzumachen. Man wollte immer mehr und mehr. Dieser Sachverhalt wurde letztens in einer Fernsehreportage eindrucksvoll geschildert (leider ist mir der Name der Sendung entfallen) und natürlich mit den gegenwärtigen Ereignissen in Verbindung gebracht.

Ein Tag, der Geschichte schrieb: der 25. Oktober 1929, jener Tag, der dem American Dream ein jähes Ende setzte und die gesamte Weltwirtschaft in die bisher größte Krise stürzte. Es dauerte viele Jahre, bis sich die Weltwirtschaftskrise wieder beruhigte. Das durch den Crash vernichtete Vermögen trieb Millionen Menschen in den Ruin – allen voran Spekulanten, die sich Geld geliehen hatten, um die Wertpapiere zu finanzieren, waren nun ernsthaft in ihrer Existenz bedroht.

Die Gefahr hinter diesem Börsenbooms: Sobald Panik ausgelöst würde und alle Menschen auf einmal all ihre Aktien verkaufen, würde das den totalen Börsencrash bedeuten. Was zuerst enormer Wohlstand war, ist plötzlich nicht mehr vorhanden – der Börseneinbruch 1929 trieb Unzählige in den Selbstmord.

Die Finanzkrise von 2008 löst natürlich Beschäftigungen mit der Vergangenheit aus und wird dementsprechend mit früheren ähnlichen Ereignissen verglichen. Wie lange es diesmal bis zur Überwindung der finanziellen und konjunkturellen Folgen dauert, werden wir sehen.



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