Gehaltsverhandlung mit Köpfchen – der Brutto Netto Rechner hilft

Gehalt verhandeln – aber wie? Drei Säulen, auf denen Sie eine schlaue Taktik aufbauen sollten.Kein Chef der Welt zahlt mehr, als er muss. Keiner. Wer aber mehr Gehalt verdienen will, kommt um eine Gehaltsverhandlung nicht herum. Eine solche will aber gut geplant sein, wenn sie am Ende auch für bessere Finanzen am Konto sorgen soll. Denn Vorgesetzte sind in der Regel extrem geschickt, wenn es um Verhandlungen geht. Logisch – ist ja schließlich eine ihrer Kernkompetenzen.

Wer in Gehaltsverhandlungen geht, sollte demnach eine klare Strategie vor Augen haben, die auf drei Säulen fußt: Ein klar definiertes Ziel, eine ausgefeilte Taktik und – sollte der Chef stärker dagegenhalten als erwartet – eine wohlüberlegte Exit-Strategie.

Ziel
• Was Sie als erstes feststellen sollten: Welche Höhe soll mein angestrebtes Gehalt haben? Bei der Vorbereitung zum Gehaltsgespräch wird oft vergessen: Die aktuellen und auch die angestrebten Brutto- und Netto-Werte vorbereiten, um sich selbst vor bösen Überraschungen zu schützen, wenn dann im Endeffekt weniger herausschaut als eigentlich erwartet. Dafür unbedingt einen Brutto Netto Rechner wie jenen von karriere.at heranziehen.

• Gerade für Berufseinsteiger relevant: Die Arbeiterkammer bietet beispielsweise jährliche Reports an, die nach Berufsgruppen gegliedert auflisten, über welche Größenordnungen realistisch verhandelt werden kann.

• Verdiene ich, was ich verdienen sollte? Bevor Sie verhandeln – checken Sie ab, ob Ihr Gehalt auch Ihren Leistungen entspricht. In vielen Fällen, vor allem dann, wenn ein freundschaftliches Verhältnis zu Kollegen in vergleichbaren Positionen gegeben ist, ist immer noch der vertrauliche Gehalts-Abgleich mit Kollegen der einfachste Weg. Besteht diese Möglichkeit nicht, kann man sich beispielsweise bei anderen Unternehmen bewerben, um seinen eigenen „Marktwert“ zu bestimmen.

Taktik

• Der richtige Zeitpunkt für ein Gehaltsgespräch will gut gewählt sein. So sollte man vorher abchecken, in welcher wirtschaftlichen Situation sich der Arbeitgeber befindet. Denn ein befremdetes „Wie stellen Sie sich das vor?!?“ ist keinesfalls eine vielversprechende Ausgangsbasis für ein solches Gespräch.
• Bereiten Sie vor dem Gespräch Ihre aktuellen persönlichen Erfolge auf, mit denen Sie dann argumentieren. Beginnen Sie mit Ihrem zweitstärksten Trumpf, legen Sie die schwächste Karte nach und machen Sie mit Ihrem stärksten Argument den finalen Stich.
• Überfallen Sie Ihren Vorgesetzten nicht – kündigen Sie Ihr Gespräch an. Sagen Sie ihm, dass Sie gerne Feedback zu Ihren Leistungen von ihm hätten. So hat dieser die Gelegenheit, sich darauf vorzubereiten. Übrigens: Das jährliche Mitarbeitergespräch sollte nicht unbedingt für die Gehaltsverhandlung genutzt werden. Dafür sollte man eigene Termine wählen.

Exit-Strategie
• Natürlich kann es sein, dass eine Gehaltsverhandlung nicht das einbringt, was man sich eigentlich erwartet hätte. Wenn die eigenen Erwartungen enttäuscht werden, kann man immer noch auf Sachleistungen ausweichen: Dies kann ein Firmenhandy, die private Nutzung eines Laptops mit Internetanschluss oder die Möglichkeit auf die Nutzung eines Firmenwagens eben so sein, wie Essens-Bons oder gestützte Öffi-Tickets.

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