50 Mrd. Dollar für angeschlagene US-Autokonzerne?

Ford, GM und Chrysler, die allesamt auch im dritten Quartal schwere Verluste hinnehmen mussten, verlangen nun nach staatlicher finanzieller Unterstützung in Höhe von 50 Mrd. Dollar. Besonders die hohen Absatzrückgänge auf dem Automarkt machen den Unternehmen schwer zu schaffen.

Trotz Einsparungsprogrammen konnte der Reserviertheit der Käufer auf dem Automobilmarkt nicht entgegengewirkt werden. Die Verluste der Konzerne stiegen weiter an, genauso wie der Schrei nach Hilfe. Ein Teil des Betrages würde für die Krankenversorgung der Mitarbeiter, ein weiterer Teil soll die Liquidität der Unternehmen gewährleisten. Bereits im September bekamen sie zu Forschungszwecken Kredite in der Höhe von 25 Mrd. Dollar von der US-amerikanischen Regierung.

Mittlerweile werden jedoch auch europäische Regierungen in die Kreditansprüche miteinbezogen. So schließt sich Ford jenen Autofirmen an, die bei einzelnen europäischen Staaten um Kredite ansuchen möchten.

Im Gegensatz zu europäischen und asiatischen Automobilherstellern ist es den amerikanischen bereits vor der Finanzkrise nicht mehr so gut gegangen, was sich natürlich durch die Krise weit gesteigert hat. Die US-amerikanischen Unternehmen hatten die Umstellung auf kleinere, sparsamere Automodelle nicht wahrgenommen und verzeichneten daher erhebliche Einbußen.

Auch die Personalkosten werden weiterhin unter der Krise leiden (u.a. bei Ford), denn sie werden erneut um 10 Prozent gesenkt, nachdem sie bereits um 15 Prozent reduziert wurden. Des Weiteren wurden bei Ford bereits 4.000 Jobs gekürzt, Tendenz vermutlich steigend.

Auch den japanischen Automobilhersteller Toyota hat es bereits erwischt, obwohl er eigentlich bisher sehr gut dastand. Trotz des Anstiegs der Marktanteile in den USA wurde ein Absatzrückgang von 27 Prozent verzeichnet.

(Quelle: Die Presse, 8.Nov. 2008)



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