Groupoun-Aktie aktuell im Sinkflug

Erst kürzlich kaufte Groupon seinen Konkurrenten LivingSocial auf.

Doch anstatt einen enormen Gewinn zu verzeichnen, hat die Rabatt-Website nun mit negativen Zahlen zu kämpfen. Seit dem Aufkauf ist die Aktie des Unternehmens noch stärker im Sinkflug, wodurch Millionenverluste geschrieben werden. Ob sich an dieser Lage je etwas ändern wird, ist deshalb mehr als ungewiss.

Aufkauf des millionenschweren Rivalen

Copyright: finanzen.at

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Groupon und LivingSocial waren einst erbitterte Feinde. Doch kürzlich kaufte die Rabatt-Website ihren Rivalen auf. Wie teuer der Kauf von LivingSocial durch Groupon war, wurde bisher allerdings nicht genannt. Der Wert von LivingSocial wurde allerdings vor einiger Zeit auf rund 5,5 Mrd. Euro geschätzt, da unter anderem Amazon einer der Investoren war. Amazons Beteiligung allerdings hielt nur bis 2012 an, indem es in diesem Jahr seine gesamte Beteiligung in Höhe von 175 Mio. Dollar abschrieb.

Bisherige Entwicklungen bei Groupon

Allgemein stand es um Groupon und seine Aktie allerdings nicht gut. Die Aktie war schon seit langer Zeit im Kurskeller und viel immer weiter. Aus diesen Gründen waren die Anleger über den Aufkauf von LivingSocial alles andere als begeistert. Vom einstigen Börsenliebling Groupon ist somit seit dem Aufkauf nicht mehr viel übrig, da sein Kursverlust rund 80 Prozent beträgt.

Am jetzigen Stand ist Groupon dadurch nur noch rund drei Mrd. Dollar an der Börse wert. Der Sinkflug an der Börse begann bereits 2012, somit ein knappes Jahr nach Börsenstart.

Schon in diesem Jahr betrug der Aktienwert 80 Prozent weniger als zu Start, was sich bis heute nicht gebessert hat. Zwischenzeitlich wurde sogar über einen Führungswechsel diskutiert, um das Unternehmen wieder erfolgreich zu machen.

Schneller Erfolg führt zu rapiden Sinkflug

Die Erfolgsgeschichte von Groupon besteht in seiner ursprünglichen, über das Internet Rabattgutscheine für unterschiedliche Dienstleistungen oder Restaurantbesuche anzubieten. 2008 wurde Groupon als Start-Up ins Leben gerufen. Das kleine Start-up-Unternehmen arbeitete sich schnell empor, sodass es bald als am schnellsten wachsendes Unternehmen in der gesamten bisherigen Geschichte gilt. Auf nationaler Ebene hielt der Erfolg lange Zeit an.

Geringeres Wachstum

Doch mit dem internationalen Ausbau und den Zukäufen anderer Unternehmen sah sich Groupon einer ungewissen Zukunft gegenüber. Die einstigen Gewinne verwandelten sich schnell in hohe Verluste, da das Wachstumstempo zunehmend abflaute. Um den Verlusten entgegenzusteuern, versucht das Unternehmen nun, sich ein neues Standbein in Form einer Plattform für lokale Geschäfte zu errichten.

Laufend rote Zahlen

Der Verlust des Unternehmens nimmt von Quartal zu Quartal stetig zu. Im vergangenen Quartal verzeichnete Groupon einen Verlust von rund 27,6 Mio. Dollar. Im Vorjahrsquartal betrug der Verlust sogar knappe 38 Mio. Dollar. Im gleichen Zug nahm der Umsatz der Firma nur minimalst zu, da er lediglich um ein Prozent auf 720,5 Mio. Dollar anstieg.

Ob sich mit dem Aufkauf von LivingSocial etwas an der verzwickten Lage von Groupon ändern wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt stark zu bezweifeln, da die Rabattgutscheine als einziges Geschäftsmodell tatsächlich für Gewinn bzw. Umsatz sorgen. Fallen die Aktien weiter und nimmt im gleichen Zug der Umsatz nicht drastisch zu, wird das Unternehmen trotz Zukäufe sicherlich noch höhere Verluste schreiben als bisher. Wann das Unternehmen je wieder aus seinen roten Zahlen kommen wird, ist deshalb noch in den Sternen geschrieben.

Chart Copyright: http://www.finanzen.at/aktien/Groupon-Aktie

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