Kein Ende der Börsenkrise in Sicht – Kurse crashen weiterhin
TweetWann beruhigen sich die weltweiten Börsen bloß wieder? Sowohl der Dow Jones als auch europäische Indizes wie DAX oder Euro-Stoxx-50 befinden sich weiterhin auf Talfahrt. Besonders hart hat es erneut unseren ATX erwischt.
Der Dow Jones hat seinen tiefsten Stand seit 2004 erreicht, der ATX steht momentan bei einem Minus von 8,22 %, was den bisher zweitgrößten Tagesverlust und tiefsten Stand seit 2005 darstellt. Eine Schlussauktion bei der OMV ermöglichte diese “Schadensbegrenzung”, denn andernfalls hätte der Leitindex ungefähr 11% verloren. Im Endeffekt stieg die OMV als einziger “Sieger” im ATX aus.
Auch bei Erste, Strabag und Raiffeisen International, die allesamt mehr als 14% verloren, konnten Schlussauktionen das Schlimmste verhindern. Keine Hilfe gab es mehr für Voest Alpine, Immofinanz und Immoeast – hier verbuchten die Aktien weitere Einbrüche (rund minus 20 %).
Trauriges Resümee dieser Geschichte: Die Werte des ATX büßten insgesamt 5,22 Mrd. € ein.
In der Nacht von gestern auf heute (So./Mo., 5./6.10.2008) konnte die Münchner Hypo Real Estate durch eine Erhöhung des geplanten Finanzierungspakets von 35 auf 50 Mrd. € gerade noch gerettet werden. Generell sind momentan viele Regierungen und Notenbanken weltweit damit beschäftigt, sich auf etwaige Notfälle einzustellen und Geld für damit verbundene Rettungsaktionen vorzubereiten.
Gespannt können wir auf alle Fälle sein, wie sich diese Situation weiterentwickeln wird. In solchen Zeiten stellt sich natürlich auch immer mehr die Frage nach Einlagensicherung. Die bisherige gesetzliche Absicherung von 20.000 € soll ja nun angehoben werden (bei manchen Banken liegt sie ohnehin darüber).
Im Folgenden weitere Beiträge zum Thema:
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ATX kracht mehr als acht Prozent nach unten
Zur Einlagensicherung in Deutschland: Bund garantiert Einlagensicherung
Grösste Kursverluste seit dem 11. September 2001
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