Aktienkurse fallen weiterhin – Europa bekommt es so richtig zu spüren
TweetGestern (29.9.08) hat der ATX an einem Tag mehr als 8% verloren. Die Finanzkrise hat sich mittlerweile endgültig auf ganz Europa ausgedehnt. Für die Wiener Börse war es wahrlich ein schwarzer Tag gestern, denn so stark wie die Bundeshauptstadt hat es nicht viele andere Plätze in Europa erwischt.
Mit einem Verlsut von mehr als 18% war es für die AUA-Aktie besonders schlimm. Nachdem Großbanken wie die belgisch-niederländische Fortis und die Münchner Hypo Real Estate nur durch staatliche Eingriffe vor einem Fiasko bewahrt werden konnten, kamen die Börsenkurse in ganz Europa wieder ins Wanken.
Zur Schadensbegrenzung soll nun die Liquidität des Dollars aufgwertet werden. Diese Devisen Swaps könnten wichtigen Volkswirtschaften außerhalb der USA ein Budget von mehr als 600 Mrd. Dollar ermöglichen. Zusammenarbeit ist jetzt erforderlich, um ein weiteres Absacken der Finanzmärkte zu verhindern bzw. den bereits vorhandenen Schaden einzudämmen. Neben der EZB sind in Europa auch Zentralbanken Englands, der Schweiz und Skandinaviens unter den Helfern anzutreffen.
Des Weiteren hat die FED in den USA die Kreditlinien erhöht. Doch selbst all diese Unterstützungen konnten die Kurseinbrüche von gestern nicht verhindern. In Europa hat es Leitindizes in Amsterdam (-8,75%), Brüssel (-7,98) und den Wiener ATX mit einem Minus von mehr als 8% erschüttert. Das bisher größte Minus des ATX von 8,33% (28.Okt. 1997) wurde glücklicherweise nicht erreicht.
(Quelle: Die Presse & Wirtschaftsblatt; 29.+30.Sept. 2008)
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