Devisenhandel heute und der Weg durch die Zeit hierher!

„Geld regiert die Welt!“ Dieser Ausspruch erzeugt bei manchen Menschen Unbehagen, aber es ist nur die reine Wahrheit. Denn letztlich ist Geld nichts anderes als Nahrung, Kleidung und Unterkunft und der Mensch kann ohne diese drei Grundbedürfnisse kaum leben und ohne Nahrung in keinem Fall – also ist es nur logisch, dass Geld die Welt beherrscht.

Nahrung hat auch schon vor der Einführung des Geldes unser Dasein beherrscht, nur die Einführung weiterer Güter, die wir in unserem Leben haben möchten, hat dann das Geld als Tauschmittel auf den Weg gebracht. Es handelte sich dabei um kein wirklich von langer Hand geplantes Vorgehen, sondern einfach um die Entscheidung aller Menschen, die durch ihre Nachfrage nach verschiedensten Waren diese Entscheidung bestätigten. Und vom ersten Augenblick an, wurde der Devisenhandel dann ein wichtiges Thema. Zu Anfangs war der Devisenhandel noch mehr ein Glücksspiel und von starken Ungerechtigkeiten geprägt, da sich der Wertanteil der Münzen von Land zu Land oft unterschied. Es machte sich aber schon unter den Römern ein gewisser Prestigefaktor breit, den wir ähnlich vom Dollar nach dem 2. Weltkrieg kennen. Nur nutzten die Cesaren dann später diesen Faktor um den Edelmetallgehalt dann wirklich unverschämt zu senken, sodass manche Münzen sogar auseinander brachen. Der Devisenhandel hat sich dann auch über 1000 Jahre nicht wirklich weiterentwickelt, vor allem da im Mittelalter auch der reine Tauschhandel wieder hochlebte.

Adam Smith beschreibt 1776 noch das gleiche Problem wie im alten Rom und es sollte auch erst 2 Jahrhunderte später eine wahre Lösung angestrebt werden. Dies ist auch nicht wirklich verwunderlich, denn erst die Hyperinflationen nach den beiden Weltkriegen zeigten die Bedeutung eines stabilen Geldes. Von da an wurden die Geldnotenpressen nicht einfach nur mehr angeworfen, was den leichteren Münzen in der Zeit zuvor einfach nur gleichkam.

Das Bretton Woods System von 1944 war dann besonders interessant, denn es zwang die Welt mehr oder minder zum Devisenhandel. Die Leitwährung war der Dollar und nur diese Währung war mit Gold aufgewogen, während alle anderen Währungen in einem fixen Kurs zum Dollar standen. Also kein Devisenhandel für Anleger, sondern mehr die Urform des Devisenhandels in Form eines Diktats einer Weltmacht. Interessanterweise haben die Amerikaner dann das gleiche gemacht wie die Römer. Jeder vertraute ihrer Währung oder war dazu gezwungen und die Notenpressen in den USA wurden angeschmissen um den Vietnamkrieg zu finanzieren. Somit wurde das Gold, das hinter dem Dollar stand(wie in den Goldmünzen damals) immer weniger und die Noten wurden leichter. Durch den diktierten Devisenhandel zahlten aber alle anderen Staaten diesen Verlust, also vielleicht schon ein wenig geschickter als bei den Römern.

Das Bretton Woods System wurde dann in den 70iger Jahren auch abgeschafft und die Menschheit hatte eine weitere Lektion gelernt und endlich begann der Devisenhandel so zu funktionieren, wie es eigentlich immer schon der Fall hätte sein sollen, nämlich wie der Gütermarkt. Angebot und Nachfrage bestimmen heute den Devisenhandel und wenn man meine einleitende Erklärung betrachtet ist dies das einzig richtige System, denn Devisen stehen für nichts anderes als für die Güter und Dienstleistungen, die man damit erwirbt und die jeder braucht. Diese Güter werden ja auch mit Angebot und Nachfrage gehandelt, also ist der Devisenhandel heute fair.

Siehe auch:
Demokonto nützen um Devisenhandel zu testen
Was ist Devisenhandel?
Grundlagen zu Forex

 

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