Schützentaler
TweetAls Schützentaler wird eine Schützenmedialle bezeichnet, die die Grösse eines Talers hat. Die Prägungen der Schweiz wurden sowohl als Zahlungsmittel als auch als Medaillen verwendet. Daher haben diese Schützentaler auch den Charakter von Gedenkmünzen.
Diese sollen an die eidgenössischen Schützenfeste erinnern, da an diesen jeweils die Medaillen (Schützentaler) geprägt wurden. Zwischen den Jahren 1855 und 1885 waren diese genau (Legierung, Durchmesser, Gewicht) den Fünffrankenstücken nachempfunden. Diese Schützentaler konnten nicht nur als Erinnerungsstücke, sondern auch als Zahlungsmittel während des jeweiligen Schützenfestes verwendet werden. Da der Wert (fünf Franken) beibehalten wurde, wurden die Schützentaler auch nach dem Fest im allgemeinen Zahlungsverkehr verwendet.
Seit dem Jahr 1865 war die Schweiz ein Mitglied der Lateinischen Münzunion. Aufgrund dem halboffiziellen Charakter war der Umlauf den Münzunionsverträgen nicht entsprechend. Aufgrund des Drucks durch die anderen Mitgliedstaaten wurde die Prägung der Schützentaler nach 1885 eingestellt. Zu den Festen in Freiburg im Jahr 1934 und in Luzern im Jahr 1939 wurden jedoch wieder Schützentaler geprägt.
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