Private Krankenversicherung in Österreich

Die Private Krankenversicherung besitzt in Österreich einen Sonderstatus und ist im Gegensatz zu anderen Ländern in Europa, noch nicht weit verbreitet in der Bevölkerung. Der Grund für den geringen Stellenwert der PKV in Österreich besteht in dem Aufbau und der Struktur der österreichischen Sozialversicherung.

Diese agiert wie viele andere Sozialversicherungen in Europa als Pflichtversicherung, weshalb fast alle Österreicher in dieser Ihrer Gesundheit versichern (müssen). Lediglich Künstler, Ausländer ohne eine Beschäftigung sowie Freiberufler sind nicht in der Sozialversicherung in Österreich pflichtversichert. Diese kleine Personengruppe kann Ihre Gesundheit folglich mit einer Privaten Krankenversicherung versichern.

Doch nicht nur die Pflicht zur Absicherung in der Sozialversicherung, führt zu einer geringen Bedeutung der Privaten Krankenversicherung in Österreich. Noch bietet die Sozialversicherung eine hochwertige Gesundheitsversorgung Ihrer Versicherten – zumindest im Vergleich mit anderen Gesetzlichen Krankenversicherungen in Europa. Dieses hohe Niveau sorgt für ein allgemein fehlendes Interesse an einem anderen Krankenversicherungsschutz, wie diesen eben eine Privat Krankenvollversicherung bieten kann. Hinzu kommt, dass Versicherer in Österreich Ihre Krankenvollversicherungen für hohe Beiträge anbieten. Daher können sich auch nur wenige vermögende Menschen sich eine Private Krankenversicherung leisten. Allerdings ändern sich diese Punkte zunehmend.

Private Krankenversicherung wird auch in Österreich an Bedeutung gewinnen

Doch bereits heute ist zu erwarten, dass die Bedeutung der Privaten Krankenversicherung in Österreich zunehmen wird. Denn wie in den meisten Ländern Europa, hat auch die österreichische Sozialversicherung mit der Finanzierung Ihrer Ausgaben zu kämpfen. Noch funktioniert dies, doch Experten erwarten hier in Zukunft zunehmende Probleme.

Um die finanziellen Engpässe der Sozialversicherung in den Griff zu bekommen, besteht eine Möglichkeit in der Privatisierung. Entscheidet sich die österreichische Politik manche Personengruppen von der Versicherungspflicht zu entbinden und Ihnen eine Absicherung in der Privaten Krankenversicherung zu ermöglichen, so könnte dies zum finanziellen Ausgleich beitragen – zumindest als eine langfristige Lösung. Immerhin führt eine Private Krankenversicherung eine individuelle Risikokalkulation jedes Versicherten durch. Daher steht der zu zahlende Beitrag in Relation zu dem tatsächlichen Risiko. Ein gerechtes System welches funktioniert, jedoch seinen Preis hat. Natürlich geht es auch ohne eine Privatisierung, indem die Sozialversicherung einfach weniger Behandlungen übernimmt.

Private Krankenzusatzversicherungen und Vollversicherung

Da eine Privatisierung aber für die Regierung unbequem ist (da bei den meisten Bürgen unbeliebt) gibt es auch einen einfacheren Weg zum Ausgleich von finanziellen Engpässen. Um Ihren Versicherten also auch weiterhin einen Basisschutz gewähren zu können, wird die Sozialversicherung wohl Leistungskürzungen vornehmen müssen. Aber auch dem können Versicherte entgegenwirken. Möchten Versicherte diese Kürzung nicht hinnehmen, können Sie die möglichen Versicherungslücken mit einem Privaten Schutz auffangen.

Genau dieser Prozess geschieht bereits – zumindest in kleinen Schritten. Denn immer mehr Österreicher entscheiden sich eine Private Krankenzusatzversicherung (Sonderklasseversicherung) abzuschließen. Das zumindest vermelden die Versicherer, da diese eine größere Nachfrage an Krankenzusatzversicherungen verspüren und mit entsprechenden Angeboten auf die Anfragen des Markts reagieren bzw. reagiert haben. In diesem Zusammenhang setzen sich auch immer mehr Österreicher mit einer Privaten Krankenvollversicherung auseinander.

Private Krankenversicherung so früh wie möglich abschließen

Da sich die Kosten für eine PKV nach dem individuellen Risiko richten, gibt es einige Punkte hier zu beachten. Bei Vertragabschluss müssen Antragssteller Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten. Auch fordern Versicherer bei den meisten Antragsstellern eine Gesundheitsprüfung von einem Arzt. Sollte hier bereits Erkrankungen bestehen, können diese zu erheblich höheren Beiträgen oder sogar einen Leistungsausschluss führen. Daher empfiehlt es sich eine Private Krankenversicherung so früh wie möglich abzuschließen, da in jungen Jahren eher weniger Vorerkrankungen bestehen.

Auch richtet sich der Beitrag nach dem ausgewählten Leistungsumfang. Hier gilt es die einzelnen Angebote der unterschiedlichen Versicherer zu prüfen (und natürlich auch ins Verhältnis von Beitrag zu Leistung zu setzen). Ein Private Krankenversicherung Vergleich kann Interessenten davor bewahren, einen schlechten Tarif abzuschließen (wobei es „den“ schlechten Tarif“ pauschal nicht gibt).

Ein Vergleich ist in Österreich noch recht einfach, da noch nicht so viele Versicherer eine Krankenvollversicherung im Angebot haben (Allianz, Donau, Generali, Merkur, muki, Uniqa, Wiener Städtische – größter Anbieter ist Uniqa). Dies entwickelt sich noch. Ein Vergleichsrechner ist hier unter Umständen noch nicht nötig. Interessenten können sich von den wenigen Anbietern ein direktes Angebot einholen und dann diese miteinander vergleichen und sich so, für das Beste entscheiden.

Wichtig: Leistungen der privaten Krankenversicherungen beachten!

Das entscheidende Kriterium für einen Tarif sollten die Leistungen sein. Wer hier am falschen Ende spart, wird schnell das Nachsehen haben und wird mit Kosten konfrontiert, die so sicher nicht geplant waren. Allerdings muss auch bei der privaten Krankenversicherung nicht jedes mögliche Risiko versichert werden, zum Beispiel kann das Krankenhaustagegeld ausgeklammert werden, da sich ein Klinikaufenthalt heute in der Regel nur über einen sehr kurzen Zeitraum erstreckt. Gleiches gilt für die Unterbringung in einem Ein-Bett-Zimmer. Wer trotz allem auf einen echten Rundum-Schutz nicht verzichten will, sollte im Gegenzug einen höheren Selbstbehalt vereinbaren. So lassen sich die Beiträge zur privaten Krankenversicherung noch weiter senken.

Vorsichti beim Wechsel der Krankenversicherung

Die Entscheidung für den Weg in die Selbstständigkeit ist in der Regel auch mit dem Wechsel der Krankenversicherung verbunden. Die privaten Versicherer knüpfen die Aufnahme an bestimmte Voraussetzungen. Über diese sollte sich jeder, der den Wunsch hat, seine Versicherung zu wechseln, vorher genau informieren. Sonst droht nach der Unterschrift ein böses Erwachen.

Da private Krankenversicherungen bestrebt sind, möglichst effizient zu arbeiten, wird die Aufnahme von Patienten mit hohem Krankheitsrisiko nach Möglichkeit vermieden. Um das Risiko abschätzen zu können, muss man sich deshalb einige Fragen über den allgemeinen Gesundheitszustand und Vorerkrankungen gefallen lassen. Sieht der Versicherer ein erhöhtes Risikopotential, werden im Regelfall höhere Beitrage fällig, um das Risiko auf zu fangen. Es droht sogar die Ablehnung. Wer jetzt sagt, „dann lass ich einfach die eine oder andere Erkrankung weg….“, sollte sich im Klaren darüber sein, dass bewusst gemachte Falschaussagen die Kündigung des Vertrages nach sich ziehen können.
Auch ein Kinderwunsch sollte bedacht werden. In einer gesetzlichen Versicherung wird über die Familienversicherung für den Nachwuchs gesorgt. Private Krankenkassen erheben für den Filius in der Regel einen zusätzlichen Betrag. Dieser variiert zwischen den Anbietern, der Vergleich lohnt sich.

Alle, die vorhaben, innerhalb der privaten Gesundheitsvorsorge zu wechseln, sollten sich ebenfalls über einige Punkte Gedanken machen. Viele der Privatversicherungen bilden als Vorsorge für das hohe Alter Rückstellungen. Diese würden zum Beispiel verloren gehen.
Eine neue PKV heißt auch, dass erneut die Gesundheitsabfrage durchgeführt wird. Bei zwischenzeitlich aufgetretenen Erkrankungen können hier Probleme auftreten. Das wirkt sich negativ auf die Beiträge aus. Gleiches gilt für das höhere Eintrittsalter.

Wie man sieht, bei einem Wechsel der Krankenversicherung gibt es einiges zu beachten. Ich hoffe, dass der kleine Artikel als Denkanstoß dient. Ein Grundsatz gilt aber immer – vergleichen hilft und zahlt sich aus.

Private Krankenversicherung für Beamte

Heutzutage gibt es in Deutschland eine Vielzahl von verschiedenen Beamten. Diese arbeiten in unterschiedlichen Zweigen und haben sehr oft eine Vielzahl von Aufgaben zu erfüllen. Gerade da ist eine Krankenversicherung im Falle von Krankheit oder Verletzung der wohl wichtigste Aspekt. Da Beamte sehr oft auch auf Reisen sind und auch öfters mal ins Ausland fliegen müssen, ist es wichtig, dass man dort im Falle von krankheit rundum abgesichert ist. Wo man bei gesetzlichen Krankenversicherungen sehr oft viele Zuzahlungen brauch, bietet hierzu die private Krankenversicherung für Beamte die optimale und zugleich auch sichere Lösung.

Bei der privaten Krankenversicherung für Beamte ergeben sich so zahlreiche Vorteile.
Gerade, wenn man als Beamter öfters auf Reisen ins Ausland muss, ist man durch die private Krankenversicherung rundum abgedeckt und geschützt. Im Falle von Krankheit oder Verletzung im Ausland ist man so weltweit komplett abgesichert.
Bei körperlichen Schäden oder im Krankheitsfall bekommt man jederzeit eine abulante Behandlung beim Arzt bzw. auch zum Beispiel beim Heilpraktiker schnell und zuverlässig.

Auf Anweisung vom jeweiligen Arzt bei schwerer Krankheit, tritt dann auch der häusliche Krankenpflegedienst in Kraft, der sich um die Betreuung des Beamten zu Hause kümmert. Ein komplettes Pflegeprogramm bis zur Benesung ist dann gegeben.
Im Falle von einem Krankenhausaufenthalt erhält der Beamte ein Einzelzimmer für die Gesesung und wird immer vom jeweiligen Chefarzt behandelt. Der Beamte hat des Weiteren auch eine freue Arzt-und Krankenhauswahl, wo er behandelt werden möchte.
Wenn Beamte Probleme mit Zähnen oder dem Kiefer haben, tritt auch hier die private Krankenversicherung ohne Probleme ein. Der vielfältige Schutz umfasst die komplette Zahnbehandlung, den Zahnersatz an sich und Kieferorthopädie, wenn diese dann benötigt wird. Der Beamte muss so keine hoheh Kosten für Zahnersatz selbst tragen und ist so rundum abgedeckt. Es erfolgt so eine hohe Kostenerstattung bei Zahnbehandlung und eventuellem Zahnersatz.

Ein weiterer, positiver Aspekt der privaten Krankenversicherung für Beamte ist, dass man verschiedene Möglichkeiten dann besitzt, um sich im laufe des Jahres Steuervorteile zu sichern. Bei der Einkommenssteuererklärung kann man so zum Jahresanfang viel Geld vom Staat wiederbekommen.

Eine private Krankenversicherung ist oftmals auch kostengünstiger, als eine gesetzliche Krankenversicherung für Normalbürger. Durch genaues Vergleichen der einzelenen Anbieter hat man so eine komplette Absicherung in fast allen Bereichen der Gesundheit.
Die Beitragsgestaltung ist bei den meisten privaten Krankenversicherungen induviduell wählbar und passend für den Beamten gestaltet.
Der Beitrag ist nicht einkommensabhändig.
Es erfolt immer eine Behandlung als Privatpatient. Man kommt so nicht mehr, wie im Falle von einem normalen Arzt, mit anderen Patienten in Kontakt.

Als Normalbürger muss man in der heutigen Zeit einen großen Eigenanteil für seine jeweiligen Medikamente selber tragen. Viele Bürger können sich diese Zusatzung, gerade für bestimmte Medikamente nicht mehr leisten.
DSer Vorteil bei der privaten Krankenversicherung für Beamte ist auch, dass die Zuzahlung für die jeweiligen Medikamente, die man benötigt, komplett wegfallen. Man hat so mehr Geld für sich zur Verfügung.

Viele gesetzliche Krankenversicherungen bieten meist nur eine Grundabsicherung für den jeweiligen Bürger an.
Bei der privaten Krankenversicherung für Beamte ist man so flexibel und überall auf der Welt völlig angesichert. Zudem kann der Beamte bei einer privaten Krankenversicherung über das Jahr hin einige Tausend Euro dadurch einsparen.

Kindermitversicherung in der Krankenversicherung

Die Kindermitversicherung bzw. die Absicherung der Kinder in der Krankenversicherung der Eltern (Kindermitversicherung) ist ein wichtiger Aspekt des Versicherungsschutzes. Hierbei gilt es jedoch zu beachten, wann dieser Versicherungsschutz wegfällt.

Während Kinder direkt nach Geburt Krankenversicherungsschutz geniessen (wenn die Eltern bereits seit 3 Monaten die Krankenversicherung haben) und diese bei der gesetzlichen Krankenversicherung kostenlos ist, gilt es, ab dem Zeitpunkt des Wegfallens der Kindermitversicherung selbst eine Krankenversicherung abzuschließen.

Grundsätzlich ist die Kindermitversicherung bis zum 18ten Lebensjahr möglich. Sollte jedoch aufgrund einer weiteren Ausbildung weiterhin Familienbeihilfe bezogen werden, so ist die Kindermitversicherung bis zum vollendeten 27. Lebensjahr möglich.
Hierbei ist jedoch ein Studienerfolgsnachweis (ab dem 2. Studienjahr) zu erbringen. Die Kindermitversicherung ist auch möglich, wenn kein Arbeitslosengeld bezogen wird, dies ist für 24 Monate möglich, wenn nach dem 18. Lebensjahr bzw. abgeschlossenen Ausbildung Arbeitslosigkeit vorliegt.

Da in vielen Fällen die Übergangsfrist bzw. der Wegfall der Mitversicherung von Kindern erst beim Arztbesuch auffällt sind die Krankenkassen zu Erinnerungsschreiben übergegangen.
Nach dem Wegfall der Kindermitversicherung ist ein Vergleich der Krankenversicherungen sinnvoll, um ein geeignetes Angebot für die jeweilige Situation zu finden.

Alternative Medizin – Welche Maßnahmen übernimmt die PKV?

Unsere Krankenhäuser werden immer hochtechnisierter, die Schulmedizin durchleuchtet unseren Körper mit immer neuen Geräten. Was davon wirklich nützt, was dem Selbstzweck dient, sei dahin gestellt. Jeder ist froh, von seinen Krankheiten genesen zu sein. Das es nicht allen so geht, wissen die Meisten. Jeder, der keinen Verwandten oder Bekannten hat, an dem die moderne Medizin versagt, verdrängt den Gedanken. Mit dem Glauben an die Allmacht der „Götter“ in Weiß lebt es sich recht angenehm.

Was, wenn aber doch alternative Heilmethoden notwendig werden? Akupunktur ist inzwischen für einen nicht geringen Bevölkerungsanteil kein Fremdwort mehr, genauso Ayurveda. Spätestens, wenn Steine um mich herum drapiert werden, fange ich an, mit dem Kopf zu schüttel. Fakt ist, natürliche Heilpraktiken haben einen festen Platz in unserer Gesellschaft eingenommen.

Welche Leistungen tragen aber die Kassen? Speziell Privatpatienten sollten dieser Frage Aufmerksamkeit schenken. Jeder Versicherer behandelt die Alternativmedizin anders. Steht ein Unternehmen dem relativ offen gegenüber, kann das andere hier schon sehr viel engere Maßstäbe ansetzen. Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass Maßnahmen, die von der Schulmedizin anerkannt werden, auch durch die Kassen getragen werden.

Das Gleiche gilt für den Fall, dass die Wirksamkeit der Behandlung nachgewiesen werden kann. Nimmt man diese in Anspruch, sollte immer darauf geachtet werden, dass Kosten und Nutzen in einem akzeptablen Rahmen bleiben. Versicherungsunternehmen können die Zuzahlungen auf den Betrag begrenzen, der für eine gleichwertige schulmedizinische Behandlung zu leisten wäre.

Fazit: Vor dem überstürzten Besuch bei einem Heilpraktiker durch die eigene Krankenkasse beraten lassen. Der Schock einer zu hohen Rechnung wirkt in jedem Fall alles andere als positiv auf Körper und Geist.

Private Krankenversicherung für Selbstständige

Eine Versicherungspflicht in der Krankenversicherung besteht auch für selbstständige Erwerbstätige seit 2009. Das heißt jeder Selbstständige muss bei einer Krankenversicherung Mitglied sein, kann sich aber frei entscheiden, ob er das bei einer gesetzlichen oder privaten Versicherung sein möchte. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind jedoch für die freiwillige Mitgliedschaft einige Voraussetzungen zu erfüllen.

Der Selbstständige muss zum Beispiel in den letzten fünf Jahren vor Ausscheiden mindestens 24 Monate oder 12 Monate in einem Stück in der gesetzlichen Krankenkasse versichert gewesen sein. Zudem kann ein Selbstständiger die freiwillige Mitgliedschaft nur innerhalb der ersten drei Monate nach Ausscheiden aus der GKV beantragen. Danach ist nur noch ein Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) möglich. Bei einer freiwilligen Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse, ist der Selbstständige zwar ein Mitglied, muss aber dennoch die Beiträge Monat für Monat selbst tragen. Die PKV erhebt einkommensunabhängige Beiträge.

Das bedeutet, dass sich die Beiträge nicht nur sich aus den Einnahmen aus der selbstständigen Tätigkeit zusammen setzen, sondern auch aus den Einnahmen durch Vermietung, Verpachtung oder anderem Kapitalvermögen. Den Nachweis über die Einnahmen muss der Selbstständige selber erbringen. Logischerweise muss der Selbstständige seine Beiträge selber bezahlen, denn er hat ja keinen Arbeitgeber, der dies übernimmt. Selbstständige sind allerdings generell meist sowieso in einer privaten Krankenversicherung versichert und können außerdem, wenn sie schon in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, einen Wechsel zu einer privaten Krankenkasse vollziehen.

Allerdings ist eine Aufnahme in die private Krankenversicherung nicht immer so einfach. Sie machen einen Vertragsabschluss von Geschlecht, Alter, Einkommen, Beruf, der zu versichernden Leistung und dem Gesundheitszustand abhängig. Dabei müssen die Selbstständigen einen Fragebogen ausfüllen, der sich mit dem allgemeinen Zustand des Antragsstellers befassen und den Kassen Auskunft über bestehende Krankheiten geben. Zusätzlich werden Selbstständige auch noch bei manchen privaten Kassen zu einem Gesundheitscheck bei einem Vertragsarzt geladen. Bei diesem wird festgestellt, ob eventuell vorliegende Krankheiten eine zu hohe finanzielle Belastung für die privaten Krankenkassen bedeutet. Hat der zu Versichernde den Gesundheitscheck bestanden, kann er sich nun versichern lassen.

Er kann wählen aus einer Vollversicherung, die die gesamten Krankheitskosten abdeckt, einer Teilversicherung, die wie der Name schon sagt nur einen Teil der Krankheitskosten abdeckt und einer Zusatzversicherung. Letztere dient zur Absicherung zusätzlicher Risiken aus der GKV zum Beispiel eine Auslandskrankenversicherung. Standardmäßig ist in den Basis-Modellen alles abgedeckt, was auch die gesetzliche Krankenversicherung beinhaltet.

Zusätzlich können Selbstständige Sonderleistungen, wie zum Beispiel eine gewünschte Behandlung durch einen Chefarzt oder ein Einzelbettzimmer im Krankenhaus, in Anspruch nehmen. Im Prinzip ist fast alles möglich, erhöht aber logischerweise auch den monatlichen Beitrag den der Selbstständige zu leisten hat. Übrigens sind Familienmitglieder eines Selbstständigen nicht automatisch oder kostenfrei mitversichert und es ist zum Beispiel für jedes Kind ein extra Beitrag zu bezahlen. Dabei wäre die GKV die günstigere Alternative. Zudem sind die Beiträge in der PKV für jüngere Selbstständige wesentlich günstiger, als die zu leistenden Beiträge für ältere Versicherungsnehmer.

Wenn sich ein Selbstständiger für eine Versicherung entscheidet, sei es nun eine gesetzliche Krankenversicherung oder eine private Krankenversicherung, sollte er auf jeden Fall bei beiden Versicherungsarten einen Versicherungsvergleich durchführen. Denn oftmals ist es so, dass eine scheinbar günstige Krankenversicherung auf Dauer gesehen gar nicht so günstig ist, oder eventuell auch Deckungslücken aufweist. Aus diesem Grund sollten sämtliche Angebote und Verträge genauest durchleuchtet werden, bevor es zu einem Abschluss kommt und der Versicherte dann böse Überraschungen erlebt.

Krankenkassen übernehmen Fahrtkosten

Eine Krankheit, die unsere Bewegungsfähigkeit einschränkt ist schon ärgerlich genug. Gerade Patienten der GKV ärgern sich meistens doppelt. Nicht genug, dass seit einigen Jahren kontinuierlich das Leistungsspektrum sinkt und viele Behandlungen zum Teil aus eigener Tasche bezahlt werden müssen. Selbst für den Krankentransport ziehen die gesetzlichen Kassen heute eine Pauschale von ihren Versicherten ein.

Die Höhe richtet sich nach den Kosten für den Transport, darf 10 Euro aber nicht übersteigen. Den Restbetrag übernimmt die Krankenkasse, aber nur in dem Fall, wenn dieser mit den Leistungen der Kasse in unmittelbarem Zusammenhang steht. Was heißt das für den Versicherten im einzelnen?Für die Verlegung des Patienten in eine andere Einrichtung kommt die GKV nur dann auf, wenn diese Maßnahme auch wirklich medizinisch notwendig gewesen ist und durch die Kasse genehmigt wurde.

Gleiches gilt für die Kosten eines Transportes, auf dem zu erwarten ist, dass der Versicherte fachärztliche Betreuung benötigt. Fahrten zu ambulanten Behandlungen, die nachweislich dazu dienen, einen Krankenhausaufenthalt zu verkürzen oder gar zu vermeiden, können seitens des Patienten ebenfalls geltend gemacht werden. Allerdings bedürfen diese einer vorherigen Genehmigung. Unter diese Behandlungen fallen zum Beispiel Chemotherapie und Dialyse.

Alle anderen Versicherten müssen ihre Kosten selbst tragen, egal ob es sich um die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder des privaten PKW handelt. Einzige Ausnahme – Schwerbehinderte und in ihrer Gehfähigkeit stark eingeschränkte Personen.

Etwas besser sind Versicherte der privaten Krankenversicherung gestellt. Die PKV übernimmt den Transport zu stationären Behandlungen in der Regel komplett. Fallen Fahrtkosten für ambulante Behandlungen, verlangen auch die privaten Versicherer einen Nachweis über die medizinische Notwendigkeit, bevor sie sich an den Aufwendungen beteiligen.

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