Der Devisenhandel mit Forex Trading
TweetBei einem Devisenhandel werden ausländische Devisen gegen inländisches Buchgeld an- und verkauft, die entweder innerhalb von zwei Geschäftstagen geliefert werden (sog. Kassageschäfte bzw. Kassadevisen) oder um diese Devisen zu einem späteren Zeitpunkt geliefert zu bekommen (sog. Termingeschäfte bzw. Termindevisen). Allerdings wird bei einem Termingeschäft bereits bei dem Geschäftsabschluss der jeweilige Wechselkurs festgesetzt und die Erfüllung dieses Geschäfts erfolgt zu dem vereinbarten Termin in der Zukunft. Devisen sind normalerweise Zahlungsmittel in fremde Währungen. Diese Fremdwährungen können in Form von Wechseln, Buchgeld oder aber auch Schecks, mit denen man im Ausland zahlen kann, auftreten – allerdings nicht in Form von Banknoten oder Münzen.
Sehr häufig wird der Devisenhandel in Form von Telefonhandel zwischen den einzelnen Devisenhändlern abgewickelt als an der eigentlichen Devisenbörse. Auf dem Devisenmarkt bzw. -börse kommen sowohl Nachfrage als auch Angebot nach einer bestimmten Währung zusammen und man stellt die jeweiligen Wechselkurse fest, zu welchen der eigentliche Devisenhandel stattfindet.
Doch wer sind die Teilnehmer an dem Devisenhandel? In der Regel sind sowohl Makler und institutionelle Großanleger als auch die Deutsche Bundesbank und zentrale Kreditinstitute die eigentlichen Teilnehmer am Devisenhandel.
Um den Devisenhandel zu vereinfachen, werden die Devisen via Leitwährungen wie zum Beispiel den US-Dollar abgewickelt. Der US-Dollar wird außerdem als eine Art „Drehwährung“ angesehen. Dabei entsteht eine Cross Rate. Eine Cross Rate ist der Kurs, der aus zwischen zwei verschiedenen Währungen entstanden ist. Der Devisenhandel wird außerdem in einer offenen Volkswirtschaft durch die ständig grenzüberschreitenden und durchzuführenden Zahlungstransaktionen bestimmt.
Um die Kundenaufträge, die bei der Bank eingehen, von dem Kreditinstitut erfüllen zu können, werden von den Banken die jeweils amtlichen Devisennotierungen der entsprechenden Börse zugrundegelegt. Es gibt aber auch Währungen, welche nicht amtlich notiert werden. Solche Währungen werden allerdings zu einem freien Marktkurs gehandelt.
Ferner werden die Guthaben an gewissen Plätzen im Ausland in der entsprechenden heimischen Währung des jeweiligen Landes ausgezahlt. In der Regel sind die Zahlungsorte international wichtige Finanzplätze, an welchen das Zahlungsanweisungssystem SWIFT angewandt wird. SWIFT bedeutet: Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication.
In Bezug auf den Devisenhandel gibt es einige Kritik. Zum Beispiel wird bei Währungskrisen kritisiert, die zeitweise auftreten, dass der riesige Umfang des auf der ganzen Welt agierenden Devisenhandels vor allem durch Spekulationen gekennzeichnet ist, welche destabilisierend wirke. Jedoch haben zahlreiche Devisenmarkttransaktionen mit der Risikoabsicherung zu tun. Beispielsweise werden bei etlichen Wertpapieranlagen oder aber auch Exportgeschäfte über die Devisentermingeschäfte gegen die täglichen Schwankungen der Währungen abgesichert. Außerdem werden auf der internationalen Ebene sehr große Finanzpositionen wie zum Beispiel sehr risikoreiche Kredite oder aber auch Währungsgeschäfte von Banken zu den anderen Geschäftspartnern verschoben, weil diese besser in das Risikokalkül der Geschäftspartner passen.
Ferner werden bei zwei Währungen, die nicht auf direktem Weg miteinander gehandelt werden können, wie zum Beispiel die tschechische Krone und der mexikanische Peso, mehrere Transaktionen benötigt, um beispielsweise über den Euro oder Dollar von der einen Währung zu der anderen Währung zu kommen. Dies führt natürlich zu der Konsequenz, dass bei jedem einzelnen grenzüberschreitenden Handelsgeschäft zwischen den Firmen nach den Schätzungen des IWF etwa sechs bis zehn Geschäfte zwischen den einzelnen Banken durchgeführt werden müssen.
Um eine Übersicht über die Umsätze der weltweiten Devisenmärkte (Termin- und Kassamarkt) zu erhalten, ermittelt die Bank für internationalen Zahlungsausgleich in regelmäßigen Abständen die Devisenmarktumsätze. Zum Beispiel lag der weltweite Devisenmarktumsatz je Tag im April 2004 bei etwa 1.880 Milliarden US-Dollar. Zwölf Jahre zuvor – also im Jahr 1992 und um die Wechselkursveränderungen bereinigt – lag der Devisenmarktumsatz lediglich bei 840 Milliarden US-Dollar. Wenn man dies auf ein Jahr mit 250 Handelstagen hochrechnet, ergibt dies einen Devisenmarktumsatz von circa 470.000 Milliarden US-Dollar. Wenn man diesen Wert zu dem Wert der im Jahr stattfindenden globalen Warenexporte und Dienstleistungen von mehr als 11.000 Milliarden US-Dollar in dem Jahre 2004 vergleicht, erscheint der weltweite Devisenmarktumsatz als sehr hoch.
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