Kredit Umschuldung – Wie kann ich meinen Kredit umschulden?
TweetTeure Kredite umschulden
Kredite, die vor einigen Jahren abgeschlossen wurden, weisen nicht selten sehr hohe Zinssätze auf. Durch die Senkung des Leitzinses der Europäischen Zentralbank auf das historische Tief von nur noch einem Prozent, wurden auch die Konditionen für Kredite deutlich gesenkt. Es lohnt sich daher, die Zinssätze bestehender Kredite zu prüfen und diese ggf. umzuschulden. Doch nicht nur bestehende Raten- oder Immobilienkredite können zinsgünstig umgeschuldet werden, auch bei Dispositions- und Rahmenkrediten lohnt sich eine Prüfung der Konditionen. Schließlich sind diese Kredite im Vergleich mit anderen Darlehen sehr teuer, eine Umschuldung kann hier nicht wenige Zinskosten einsparen.
Kündigungsfristen beachten
Bevor ein bestehendes Darlehen durch die Aufnahme eines neuen Darlehens umgeschuldet werden kann, muss dieses gekündigt werden. Dabei sind sehr unterschiedliche Kündigungsfristen zu beachten. Dispositions- und Rahmenkredite zeichnen sich durch eine variable Inanspruchnahme der eingeräumten Kreditlinie aus sowie einen variablen Zinssatz aus. Sie können daher ohne Kündigungsfrist zurückgezahlt und umgeschuldet werden.
Bei Ratenkrediten hingegen, die zum Beispiel für die Bezahlung von Urlaubsreisen oder den Kauf von Möbeln genutzt werden, sind jedoch Kündigungsfristen von mindestens drei Monaten einzuhalten. Zudem muss beachtet werden, dass viele Banken die Kündigung des Kredites in den ersten sechs Monaten nach Vertragsunterzeichnung ausschließen. Somit können Ratenkredite meist erst nach neun Monaten umgeschuldet werden.
Noch längere Kündigungsfristen müssen Darlehensnehmer bei Immobiliendarlehen beachten. Bei diesen Darlehen wird in der Regel das Kündigungsrecht während der Zinsbindungszeit ausgeschlossen. Erst nach Ablauf der Zinsbindungsfrist, meist erst 5-15 Jahre nach Vertragsabschluss, ist dann die Kündigung möglich. Alternativ können diese Verträge nach zehn Jahren gekündigt werden, die Kündigungsfrist beträgt hier sechs Monate. Kreditnehmer, die diese Kündigungsfristen nicht einhalten können oder wollen, müssen, sofern die Bank der Kündigung dennoch zustimmt, eine Vorfälligkeitsgebühr bezahlen.
Auf Zinsen und Gebühren achten
Bei einer Umschuldung sollten Kreditnehmer in erster Linie auf die Zinssätze achten, die von den Banen für die Darlehensvergabe berechnet wird. Weiterhin sollten aber auch die Bearbeitungsgebühren nicht unberücksichtigt bleiben, denn diese können bis zu 3% der Darlehenssumme betragen. Der Effektivzins gibt Auskunft über die genauen Darlehenskosten, denn er vereint den Nominalzins sowie die Bearbeitungsgebühren.
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