BIP sinkt geringfügig weiter – dennoch positive Aussichten
TweetIn Österreich sinkt das BIP auch im 2. Quartal 2009 um 0,9 Prozent verglichen mit dem Vorquartal. Für das 3. Quartal wird nur noch ein Rückgang von rund 0,3 Prozent erwartet. Allgemein zeigt sich jedoch ein leichter Aufwärtstrend.
Nach dem Sommer könnte sich die Wirtschaftsleistung jedoch auf einem niedrigen Niveau “stabilisieren”, so zumindest Ewald Nowotny, Gouverneur der Österreichischen Nationalbank. Einen Aufschwung sehe er noch nicht kommen.
Tendentiell haben sich die Konjunkturaussichten eher zum Guten gewendet, doch daraus einen Aufschwung herleiten zu wollen, wäre überstürzt, meint Nowotny. Allgemein hat sich die gesamte Weltwirtschaftssituation ein wenig erholt. Der Weltwirtschaft 2010 sieht man mittlerweile jedenfalls optimistischer entgegen als zuvor. Erstmals seit Ausbruch der Finanzkrise wurden Wirtschaftsprognosen nach oben korrigiert.
Die Industrieproduktion im Euroraum sei im Mai verglichem mit April um 0,5 Prozent gestiegen und auch China und Indien, die ohnehin beide einen allgemeinen Vorwärtstrend aufweisen, verlauten Positives. Die österreichischen Exportzahlen verzeichnen ebenfalls wieder einen leichten Trend nach oben. Nachdem sie in den ersten Monaten des Jahres um rund 25 Prozent zurückgegeangen sind, folgte danach ein geringfügiger Anstieg, der auch im 2. Quartal in dieser Form geblieben sein soll.
Konjunkturpakete und Steuerreformen sollen im Jahresverlauf voll zur Wirkung kommen. Damit möchte man einem Rückgang des privaten Konsums entgegenwirken und Investitionen anregen. Der Situation am Arbeitsmarkt ist vorläufig jedoch noch keine Verschnaufpause gegönnt.
(Quelle: wirtschaftsblatt.at, 24.07.2009)
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