“Ja, ich will” sagen Trauscheine, Steuern & Versicherungen
TweetDas romantische Bild vom Heiraten dürfte wohl in vielen Köpfen allgegenwärtig sein. Man schließt den Bund fürs Leben mit einem Menschen, den man wie keinen anderen liebt. Aber was bedeutet eine Ehe eigentlich noch, außer Romantik und Liebe?
Auf finanzielle Veränderungen darf man nicht vergessen. Auch wenn dies vielleicht nicht sehr passend erscheint – v.a. rund um den Zeitpunkt der Eheschließung – so muss man sich dennoch wie so oft im Leben über das liebe Geld Gedanken machen.
Hinsichtlich der Einkommenssteuer verändert sich so Manches: der Splittingtarif ermöglicht Ersparnisse. Je größer der Einkommensunterschied der Ehepartner, desto mehr bringt dieses Splitting. Je nach Höhe des Verdienstes befindet man sich in einer bestimmten Klasse. Verfügen beide Partner über ein annähernd gleiches Einkommen, so ist Steuergruppe IV empfehlenswert. Steuerlich am günstigsten wäre es, würde nur einer der beiden verdienen.
Auch doppelte Versicherungsabschlüsse werden bis zu einem gewissen Grad überflüssig. Man spart sich Geld, da man vieles einfach gemeinsam abschließt und daher auch nur für eine Versicherung bezahlt.
Woran man auch denken sollte (auch wenn das vermutlich in jenem Momenta das Allerunromantischste ist), ist, dass beinahe jede zweite Ehe geschieden wird. Was also passiert mit Geld & Vermögen in diesem unwünschenswerten Fall? Im Scheidungsfall wird das aufgteilt, was während der Ehe hinzuerworben wurde. Erwirbt einer der beiden erhelblich mehr als der andere, steht dem “Schwächeren” im Scheidungsfall ein entsprechender Prozentsatz zu. Für diesen speziellen Fall gibt es viele Möglichkeiten, wie man es mit erworbenem Vermögen etc. am besten regeln könnte, die hier nicht näher erläutert werden. Der Abschluss eines Ehevertrags ist in jedem Fall ratsam, da er die Situation beider Ehepartner berücksichtigt und gewährleistet, dass es im Falle einer Scheidung nicht zu absolut unfairen Verteilungen kommt.
Trotz allem möchte man bei der Schließung des Bundes fürs Leben aber dennoch ein wenig optimistischer eingestellt sein und nicht sofort vom Schlimmsten ausgehen. Denn natürlich stören all die finanziellen Nebenerscheinungen die Romantik erheblich. So möchten wir hier an dieser Stelle allen frisch Vermählten und all jenen, die es noch werden möchten, alles erdenklich Gute wünschen!
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