Die Banken brauchen mehr Eigenkapital
TweetDie Banken und Geldinstitute müssen sich jetzt vor stark steigenden Kreditausfällen schützen. Der Missionsleiter des Internationalen Währungsfonds fordert jetzt jedoch, dass die Banken zuerst auf das Kapital der Eigentümer zurückgreifen muss.
Gestern wurde der Länderbericht Österreich veröffentlicht. Dabei wurde festgestellt, dass die Effizienz der Konjunkturprogramme nicht optimal zu den Budgetzielen passt. Die Banken haben zum Beispiel schon 15 Milliarden Euro für Partizipationskapital zur Verfügung gestellt bekommen. Allerdings soll dieses Kapital nicht reichen. Zur Verbesserung des Eigenkapitals werden die Banken wohl nicht ein Bankenpaket benötigen. In erster Linie sollen die Institute jedoch auf das Kapital der Eigentümer zurückgreifen, bevor sie ein nächstes Paket in Anspruch nehmen können. Die zusätzliche Eigenkapitalstärkung sei notwendig, weil sich die Umfeldbedingungen für die Banken verschlechtern. Sowohl in Österreich als auch in Osteuropa müssten sich die Banken noch dazu auf stark steigende Kreditausfallsraten einstellen.
Die Aussichten für Österreich sind dementsprechend durchwachsen. Die Wirtschaft wird wohl um vier Prozent insgesamt sinken. Erst im Laufe des Jahres 2010 wird der Trend wohl wieder besser sein. Wenn es in der nächsten Zeit mit Deutschland oder Osteuropa nach unten geht mit der Wirtschaft, ist auch ein Abschwung in Österreich zu befürchten: Die Experten warten gespannt auf die weiteren Vorgehensweisen. In den nächsten Jahren werde das Budgetdefizit zwischen fünf und sechs Prozent des BIPs betragen, die Staatsverschuldung werde deshalb bis 2012 von derzeit 60 auf mehr als 80Prozent des BIPs ansteigen. Die Regierung ist jetzt dabei, die nächsten Jahre zu planen und sich wieder aus den Problemen zu winden.
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