350 Millionen Euro Schaden in Österreich durch Madoff

Am Montag wird in New York das Urteil zum Madoff Skandal gesprochen. Dies ist der größte Finanzbetrug in der Wirtschaftsgeschichte bisher gewesen. Auch Österreich war mit der Bank Austria betroffen.

Bernhard Madoff ist ein amerikanischer Finanzjongleur gewesen. Er soll auf der ganzen Welt mehrere Anleger und Investoren mit einem Schneeballsystem um mehrere Millionen Euro gebracht haben. Insgesamt handelt es sich hier um eine Summe von 350 Millionen Euro. Das genaue Ausmaß der Schäden ist jedoch bis heute noch nicht bekannt. Auch Österreich ist von diesem Betrug betroffen. Dem 71-jährigen Betrüger drohen nun bis zu 150 Jahre Haft. Der Milliardenbetrug flog bereits im letzten Jahr auf und im Dezember wurde Madoff festgenommen. Schon hier war klar, dass mehrere Anleger, auch in Österreich davon betroffen gewesen sind. Am stärksten traf dies auf die Kunden der Bank Austria und der Bank Medici zu. Gerade die Bank Medici gehörte zu den vier größten Geldbeschaffern für Madoff. Die Banken sahen sich sehr schnell selbst als betrogen an und die Nationalbank startete mit der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den Betrüger.

Viele Beteiligten beteuern jetzt, nichts von dem Betrug gewusst zu haben. Unter den Madoff-Opfern befinden sich in Österreich außerdem zwei Primeo-Fonds der ehemaligen Bank-Austria-Fondstochter Pioneer sowie ein Fonds der Constantia Privatbank. Der Bank Austria selber könnten jetzt Verstöße gegen das Investmentfondsgesetz angelastet werden.



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