Der Außenhandel ist im Minus

Die Bilanz für den Außenhandel in Österreich ist noch schlechter ausgefallen, als man bisher angenommen hatte. Dabei legten zwar die Ausfuhren zu, doch auch die Einfuhren waren höher.

Die Exporte stiegen im Jahr 2008 zwar um 2,5 Prozent auf 117,53 Mrd. Euro zu, allerdings lagen die Einfuhren mit einer Zunahme um 4,7 Prozent auf 119,57 Mrd. Euro um 2,04 Mrd. Euro höher. Erst in dieser Woche sind die endgültigen Zahlen veröffentlich worden. Nach den ersten Berechnungen von Anfang März betrug das Handelsdefizit 1,8 Mrd. Euro. Der wichtigste Partner beim Außenhandel ist die EU. Aus allen Mitgliedstaaten der EU bezog Österreich in dem Zeitraum Waren im Wert von 88,02 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist damit die Einfuhr um 3,2 Prozent angestiegen. Der Wert der versandten Waren in die EU betrug 84,80 Milliarden Euro. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr zwei Prozent mehr. Im Handel mit der Europäischen Union gab es ein Passivum von 3,22 Mrd. Euro.

Der Außenhandel mit Drittstaaten fiel jedoch im Vergleich zum Vorjahr ab. Generell befindet sich der Außenhandel im Minus, da mehr Waren eingeführt werden musste, als man exportieren konnte. Genaue Prognosen für das Problemjahr 2009 gibt es jedoch noch nicht. Die Wirtschaft solle zwar im Jahr 2010 wieder wachsen, doch für 2009 gibt es keine guten Prognosen bisher. Generell kann man jetzt jedoch schon sehen, dass sich die Exporte in Drittstaaten verringerten und die Importe ansteigen.

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