Bank Austria verliert Kunden-Prozess
TweetDie Bank Austria hat jetzt den Kunden-Prozess auch in der zweiten Instanz verloren. Dabei geht es um geschädigt Unternehmen, die bei der Bank Austria riskanten Dollar-Devisen-Optionsgeschäfte abgeschlossen hatten.
Das Oberlandesgericht in Wien hat jetzt einem Unternehmen, das davon betroffen war, in der zweiten Instanz recht gegeben. Die Bank Austria hat damit dem Prozess verloren. Die Bank Austria hat das Urteil angeblich noch nicht erhalten. Man will sich alle rechtlichen Schritte vorbehalten, bestätigte die Bank. Bei diesem verfahren hatte eine niederösterreichische Firma bei der Bank Austria eine Kreditrahmen-Erweiterung samt Reduzierung der Zinsen angesucht. Anstatt dies zu gewähren, hat die Bank jedoch Devisenoptionsgeschäfte auf Dollar-Basis angeboten. Diese wurden später auch von der Firmenchefin abgeschlossen. Aus den Verträgen hat dann das Unternehmen die Prämie von der Bank bekommen. Die Devisengeschäfte gingen kurz darauf jedoch schied. Das Unternehmen musste 104.000 Euro Verlust hinnehmen. In den weiteren Monaten folgten regelrechte Verlustwellen mit 116.000 Euro zusätzlichen Verlust.
Das Unternehmen beklagt nun, dass die Bank bewusst verschwiegen hat, dass es sich in Wahrheit um reine Spekulationsgeschäfte handle, für die wegen des enormen Risikos Sicherheiten zu bestellen wären. So lautete auch der Vorwurf in der Anklageschrift. Das Produkt wurde zwar der Unternehmerin vorgestellt und erklärt, doch die Risiken habe die Bank tatsächlich verschwiegen. Deshalb entschied das Gericht für das Unternehmen und gegen die Bank. Die Bank hatte das Geschäft einfach als extrem riskant abgeschlossen, ohne vorher bei dem Unternehmen zu fragen, wie hoch die Risikobereitschaft überhaupt ist. Damit hat die Bank ihre Aufklärungs- und Sorgfaltspflichten verletzte.
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