Millionäre in der Krise

In Österreich geht es immer mehr Millionären schlecht. In der Gesamtsumme haben die Superreichen 35 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr verloren. Damit müssen sie durchschnittliche Einbußen von 16 Prozent erfahren.

Die Millionäre Österreichs befinden sich ebenso in einer Krise, wie der Rest der Bevölkerung. In den letzten Monaten dachte man immer, dass die Luxusbranche und die Superreichen von der Krise verschont bleiben. Die neusten Zahlen haben jedoch ergeben, dass es auch hier große Einbußen gab. Die Millionäre müssen rund 16 Prozent ihres Vermögens abgeben. In der Gesamtsumme halten die Superreichen nur noch 185 Milliarden Euro. Dies ist dennoch eine enorme Summe für einen Normalverbraucher. Die neusten Zahlen stammen aus dem D.A.C.H. Vermögensreport des Liechtensteiner Investmenthauses Valluga AG und österreichischen Unternehmensberatung Amadeus Consulting hervor. Den Reichen in den Nachbarländern soll es im Vergleich zu den Österreichern etwas besser gehen. Doch auch hier mussten die Millionäre viel Geld verlieren.

Die deutschen Millionäre haben zum Beispiel insgesamt 212 Milliarden Euro verloren. Dies entspricht einem Minus von etwa zehn Prozent. Sie halten nunmehr noch 1838 Milliarden Euro und stehen weit über den Österreichern in der Statistik. Allerdings hat Deutschland auch mehr reiche Menschen zu verzeichnen. Die Schweizer mussten auch etwas neun Prozent einbüßen. Ihnen sind 33 Milliarden verloren gegangen. 357 Milliarden Euro blieben ihnen in Summe noch. Die gesamte Region Österreich, Deutschland, Schweiz hat generell weniger Millionäre, als noch im Jahr 2003. Allein im Vorjahr ist die Anzahl um 100.00 auf 909.000 gesunken. Dabei haben sie insgesamt 280 Milliarden Euro verloren. Allerdings gehört den Reichen immer noch ein Drittel des gesamten Finanzvermögens aus der Region. Die stärksten Verluste musste sie mit Aktien einstecken. Die großen Gewinner waren in diesem Bereich die Anleihen.



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