Kein Kredit für Karstadt

Karstadt braucht nach neusten Erkenntnissen keinen Kredit. Der Handels- und Touristikkonzern Arcandor sieht die Liquidität von den Warenhäusern gesichert. Nur Quelle könnte es härter treffen.

Bisher sieht die Planung für die Warenhäuser von Karstadt bis zum Ende des Jahres positiv aus. Die Finanzierung des Weihnachtsgeschäfts soll gesichert sein und somit bleibt Karstadt vorerst bestehen. Das gab auch der vorläufige Insolvenzverwalter bekannt. Karstadt braucht keinen großen Kredit, um überleben zu können. Die Juni-Umsätze sind bisher höher als die vom Vorjahr. Das zeigt, dass es dem Tochterunternehmen gut geht. Der Insolvenzverwalter deutet jedoch an, dass es Quelle stark treffen wird. Momentan bemüht er sich um eine Finanzierung für die Versandhäuser. “Dazu habe ich in den vergangenen 48 Stunden Gespräche in Berlin und München geführt”, sagte Insolvenzverwalter Görg. Alle Beteiligten zeigen dabei guten Willen. Jetzt fehlen nur noch zügige Entscheidungen.

Trotz einer eiligen Entscheidung möchte Görg das Unternehmen nicht blitzschnell verkaufen. Vorrangig geht es zwar darum, die Geschäftsabläufe bei Quelle wieder anzuschieben und ein Sanierungskonzept zu erarbeiten, doch von einem schnellen Verkauf ist nicht die Rede. Quelle geht dabei weder an die Metro noch an andere Interessenten. Arcandor hat jedoch einen weiteren Insolvenzantrag gestellt. Als 20. Gesellschaft habe der Essener IT-Dienstleister Itelium einen entsprechenden Antrag vorgelegt. Hier sind 620 beschäftigte in Gefahr. Bisher musste der Mutterkonzern Arcandor für 18 weitere Töchter Insolvenz anmelden.

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