FACC wandert in die Wüste aus

Der Flugzeugteile Lieferant FACC will jetzt einen Teil der Fertigung in Abu Dhabi auslagern. Dabei sollen die Mitarbeiter hier jedoch nicht gekündigt werden, sondern es entstehen mehr Kapazitäten für neue Projekte.

So sollte eine Auslagerung immer funktionieren. Keine der 1600 Jobs gehen verloren und es wird Platz für Neues geschaffen. Der Flugzeugteile-Bauer geht jetzt eine Partnerschaft mit der Mubadala Development Company ein. Dieses Unternehmen bekommt dadurch neue Technologien für das Öl-Emirat. Die Kooperation wird dabei so aufgebaut, dass Mubadala ein Werk, das mit dem jüngsten Werk von FACC in Reichersberg vergleichbar ist, finanziert und errichtet. FACC braucht deshalb am momentanen Standort nichts abbauen und bringt lediglich das Know-How für die neuen Technologien mit. Ende 2009 wird das neue Werk in der Wüste gebaut, damit die Kooperation bald vollzogen werden kann. Die Produktion ist für das vierte Quartal 2010 vorgesehen. FACC wird dabei als Generalunternehmer verantwortlich sein.

Wenn das Werk in der Wüste die Produktion aufnimmt, ist am derzeitigen Standort mehr Platz für Innovationen und Forschung. Die neuen Kapazitäten werden dann für den gerade entwickelten Airbus A350XBP gebraucht. Die Kooperation soll für alle Beteiligte Vorteile bringen. Die FACC hat momentan kein Geld um sich zu erweitern. Daher ist der Verkauf von Technologien und Know-How die bessere variante gewesen. Außerdem sind keine Arbeitsplätze gefährdet und Mubadala holt neue Kompetenzen in das Land. 40 Millionen Euro soll das neue Werk in der Wüste kosten. Verlagert werden auch zwei Airbus-Aufträge für Landeklappenträgerverkleidungen. Die FACC hat jetzt auch die Chance an anderen Airbus-Entwicklungen teilzunehmen.



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