KTM hat Landeshaftung beantragt

Der Motorradhersteller KTM erhält jetzt von der oberösterreichischen Landesregierung eine Landeshaftung, damit er neue Kreditlinien bekommen kann. Die Entscheidung darüber war sehr dinglich und wurde deshalb einstimmig beschlossen.

Bereits Anfang Juni hatte das Unternehmen den Antrag gestellt und nur wenige tage später konnte er bewilligt werden. Für einen Zeitraum von 5,5 Jahren haftet das Land Oberösterreich jetzt für einen Lombardkredit, den das Unternehmen KTM Power Sports aufnimmt. Insgesamt beträgt das Haftungsausmaß 33,6 Millionen Euro. Sehr günstig ist dies für die KTM nicht, denn die Differenz zwischen einem Kredit mit und ohne Landeshaftung beträgt 4,25 Prozent im Jahr. Die einzige Bedingung der EU ist somit erfüllt, denn der Kreditnehmer hat durch diese Bürgschaft keine Vorteile gegenüber anderen Mitbewerbern. So lange diese Haftung läuft, gibt es auch keine Dividendenzahlungen an die Eigentümer und die die Manager dürfen sich keine Bonuszahlungen geben. Das Land Österreich hat weiterhin auch die Pfandrechte auf die Aktien der Gesellschaft. KTM verpflichtet sich, den Stand der Beschäftigten mit 1500 Mitarbeitern zu sichern und die Zentrale der Firma im Land zu belassen.

Für die Eigentümer gab es keine Alternativen. Das gab auch der Finanzchef der Firma bekannt. Hätte KTM die Hilfe nicht bekommen, hätte das Unternehmen Insolvenz anmelden müssen. Allerdings ist KTM nicht das erste Unternehmen, das die Landeshaftung erhalten hat. Bisher haben noch weitere zehn Unternehmen um Landeshaftung ersucht. Viele Betriebe verhandeln dabei schon seit April bisher ohne Ergebnis. Für KTM ging der Beschluss jedoch schnell.

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Eine Antwort “KTM hat Landeshaftung beantragt”

  1. hercules sagt:

    Eine der Auflagen, den Personalstand bei 1500 unverändert zu lassen, hat ja KTM schon mal nicht eingehalten. Großartig wurde verkündet, die Kurzarbeit ist vorbei. Die haben nur aufgehört, um Leute entlassen zu können, und jetzt entlassen sie jedes Monat genau soviele Mitarbeiter, dass sie es nicht offiziell verlautbaren müssen. Hauptsache die Herren Aktionäre haben die Gewinne in den letzten Jahren abgeschöpft. Schon traurig, dass ein Konzern, dem es so gut gegangen ist keinerlei Rücklagen hat, und so schnell ins Trudeln kommt.

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