Kohle und Erz sinken im Preis
TweetDie wichtigen Rohstoffe Kohle und Erz verbilligen sich für die Stahlkonzerne im Einkauf. Gestern wurde die Preissenkung von dem Minenkonzern BHP Billiton bekanntgegeben.
Allein in diesem Jahr wird der Preis für die Kohle um 58 Prozent sinken. Auch der Stahl wird deutlich billiger. Den asiatischen Stahlherstellern Nippon Steel und Posco wurden jetzt Vergünstigungen bei Feinerz von 28 Prozent und bei Eisenerz-Pellets von 48 Prozent zugestanden. Diese Preise sind jedoch nur die Vorreiter und werden demnächst als Referenz für alle Stahl und Kohlepreise genommen. Andere Stahlhersteller werden dann ebenso von den Prozenten profitieren können. Dabei stiegen bereits die Aktien an der Frankfurter Börse bei den Unternehmen wie ThyssenKrupp um mehr als vier Prozent an. Thyssen-Krupp hat sogar nach Angaben eines Sprechers rückwirkend zum 1. April beim Kohle-Einkauf Preissenkungen von je nach Qualität rund 50 bis 60 Prozent aushandeln können. Die Preise für das Eisenerz sind jedoch noch in den Verhandlungen.Diese sollen jedoch bald zum Abschluss gebracht werden. Bisher ist noch unklar, wie der deutsche und österreichische Markt auf die Preissenkung bei den asiatischen Stahlerzeugern reagiert.
Schon im Mai wurden die Eisenerzpreise um ein Drittel gesenkt. Damit war der Richtwert auch für die gesamte Branche vorgegeben. Damit gab es den ersten Preisverfall bei Eisenerz seit den letzten sieben Jahren. Die Nachfrage nach Stahl ist im Zuge der Wirtschaftskrise enorm eingebrochen. Die Produktionen sind zurückgegangen. Die Stahlproduktion sank weltweit in den ersten zwei Monaten des Jahres um 23 Prozent. Sollte die Nachfrage für Kohle in China jedoch wieder steigen, könnte sich der Preis bald wieder erholen.
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