Burgendland baut Windkraft aus
Bisher werden 50 Prozent des Stromverbrauchs im Burgenland aus der Windkraft genutzt. Die erneuerbaren Energien sollen jetzt noch mehr ausgebaut werden, damit bis 2013 der gesamte Strombedarf davon gedeckt werden kann.
Das politische Zeil für die nächsten Jahre im Burgenland ist es, die Autarkie bei der Energie zu erreichen. Bisher befinden sich in diesem Gebiet 206 Windkraftanlagen mit 370 MW Leistung. Diese deckten etwa die Hälfte des Stromverbrauchs ab. Damit ist die Austrian Wind Power als Tochter der BEWAG einer der größten Windkraftbetreiber in Österreich. Insgesamt besitzen sie 138 Anlagen und 241 MW erzeugter Windleistung. Die Windkraftanlagen sollen jetzt schnell ausgebaut werden. Die nötigen Investitionen liegen hier bei 400 Millionen Euro. “Rund 80 neue Anlagen mit einer Leistung von ca. 200 Megawatt können wir in den nächsten fünf Jahren realisieren. Damit könnte die Windstromproduktion um mehr als die Hälfte gesteigert werden”, sagte Hans Lukits, der Vorstandsprecher der BEWAG.
Mit den neuen Windanlagen soll jedoch nicht genug sein. Auch für das Stromnetz liegen bereits neue Ausbaupläne vor. Dabei könnten 30 bis 40 Millionen Euro in die Netzerweiterung fließen. Die Realisierung der 380 kV-Leitung in Richtung Steiermark eröffnet ab September auch einen weiteren Absatzmarkt für den burgenländischen Windstrom. Die Voraussetzung für die geplanten Projekte ist jedoch nur gegeben, wenn die Einspeistarife über das Ökostromgesetz gesichert werden. Dies liegt momentan noch auf Eis. Die Erzeuger des ökologischen Stroms werden momentan regelrecht hingehalten, dabei könnten mehrere Arbeitsplätze mit dem Bau der Windkraftanlagen geschaffen werden. Die Kosten für den Bau könnten jedoch auch die Haushalte tragen, denn der Ökostrom soll entsprechend teuer sein, wenn er aus reiner Windenergie erzeugt wird.
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