Österreicher müssen sparen

Das Konsumverhalten der Österreicher hat sich mit der Krise enorm geändert. Bis zu 41 Prozent der Bevölkerung leben viel sparsamer als vor der Krise und achten massiv auf das eingenommene Geld.

Die Haushaltskosten müssen bei vielen Teilen der Bevölkerung stark reduziert werden. Die beliebteste Sparmaßnahme ist dabei, günstigere Lebensmittel zu kaufen. Fast 82 Prozent halten sich daran und kaufen günstiger ein. Das bedeutet jedoch nicht, dass die billigen Waren qualitativ schlechter sind. Meist kommen die günstigen Lebensmittel von Eigenmarken oder wurden im eigenen Land produziert. Bei ausländischen Waren muss der Import mit bezahlt werden und ist dementsprechend teuer. Doch nicht nur die billigeren Lebensmittel werden gekauft, sondern auch bei Restaurantbesuchen und Textilien wird das Geld zurückgehalten. 74 Prozent der Österreicher gehen weniger essen als vorher und 47 Prozent geben weniger Geld für neue Kleidung aus. Generell wird auch deutlich weniger telefoniert. Mehr als 50 Prozent sollen ihre Telefonkosten senken. Die Luxusgüter, wie Urlaub und Reisen, müssen in einer Krise auch oft leiden. Auf den Jahresurlaub verzichten etwa 38 Prozent der Bevölkerung und für viele kommt auch kein Kurzurlaub mehr infrage. Generell wird im Alltag auch immer mehr auf das Auto verzichtet. Bereits 47 Prozent fahren weniger mit dem eigenen Wagen.

Wichtig für die Regierung ist aber vor allem, dass die Bürger an Gas und Strom sparen. Etwa 42 Prozent kommen diesen Forderungen nach. Die Anschaffung von Computern und Handys ist auch enorm zurückgegangen. Beim Ausgehen halten sich 38 Prozent zurück. Jeder Vierte kauft weniger DVDs und Videos, gut jeder Fünfte holt sich bessere Angebote für Kredite, Versicherungen und Kreditkarten ein. Das Konsumverhalten schlägt sich jedoch negativ auf die Wirtschaft nieder.



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