Air Alps meldet Insolvenz an

Die Tiroler Fluggesellschaft Air Alps steht wieder kurz vor der Insolvenz. Bereits vor acht Jahren gab es die erste Insolvenz des Unternehmens. Jetzt muss Air Alps erneut einen Ausgleich anmelden.

Von den 142 Mitarbeitern werden wohl 85 ihre Arbeitsplätze verlieren. 72 Menschen sitzen in Innsbruck bei dem Unternehmen und 70 in Südtirol. Auch der Geschäftsführer Rupert Leitner wurde zur Kündigung mit angemeldet. Nur wenige Beschäftigten könnten in den Standort nach Südtirol wechseln. Bis jetzt hat die kleine Fluglinie Verbindlichkeiten von 10,4 Millionen Euro angehäuft. Davon entfallen mehrere Millionen Euro auf einen mit Pfandrechten abgesicherten Kredit bei einer Südtiroler Bank. Insgesamt sind jedoch 293 Gläubiger betroffen. Die Hypo Tirol Bank hat jedoch schon angekündigt, dass sie sich nicht am Ausgleich beteiligen will.

Der Sommerflugplan soll jedoch bis auf weiteres aufrecht erhalten werden. Erst im September wird die Flotte von sieben auf drei Maschinen reduziert. Dann kann die Gesellschaft nur noch zwei Strecken bedienen. Eine davon soll von Bozen nach Rom gehen. Dem Geschäftsführer geht es momentan nicht um eine sichere Zukunft, sondern nur um das Überleben des Unternehmens. Air Alps hat schon lange gravierende Probleme. 2007 und 2006 wurden noch schwarze Zahlen geschrieben. Ab 2008 konnte jedoch kein neuer Partner gefunden werden und die Situation spitze sich zu. Die genaue Bilanz ist jedoch noch nicht fertig. Über Ausgleich oder Konkurs entscheiden die Gläubiger im August.



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