Betriebliche Pensionsverpflichtungen im Minus

Die Pensionsergebnisse werden durch die Finanzkrise stark belastet. Die Gewinne durch die steigenden Zinsen werden jedoch durch ausgelagerte Pensionsverpflichtungen zerstört. Viele Unternehmen mussten deshalb jetzt große Verluste hinnehmen.

Die großen börsenorientierten Unternehmen haben einen aktuellen Verlust von 38 Millionen Euro hinnehmen müssen und sollen jetzt geschätzte 100 bis 200 Millionen nachschießen. Einige Unternehmen konnte jedoch durch diesen Effekt das Leiden in der Krise mindern. Die Auswirkungen sind jedoch weitaus komplexer als man denkt. Unternehmen, die ihren Mitarbeitern eine Pensionsleistung versprochen haben, müssen für diese eine Rückstellung halten, sofern sie diese Leistung nicht an andere Pensionsversorger (Pensionskassen oder Versicherungen) ausgelagert haben. Dabei hängt die Höhe der Rückstellungen von der Höhe der versprochenen Pensionsleistungen ab sowie von der Lebenserwartung der begünstigten Person und schließlich von einem Zinssatz für Anleihen, der theoretisch für Finanzierungen auf dem Markt zur Verfügung steht.

Im Jahr 2008 gab es eine diffuse Zinsentwicklung. Diese haben die Unternehmen, vor allem aus der Industrie und Dienstleistung, genutzt, um den Pensionsaufwand zu reduzieren. Zu beachten ist hier immer, je höher der Zins, desto geringer die Rückstellung, je höher die Lebenserwartung, desto höher wird auch die Rückstellung ausfallen. Unternehmen, die Teile ihrer leistungsorientierten Pensionsversprechen ausgelagert haben, sind jetzt von den Pensionskassen abhängig und müssen geminderte Performance nachschießen. Die Pensionsverpflichtungen haben sich aufgrund der steigenden Zinsen auch grundsätzlich verändert und die Bedeckungen sind noch stärker zurückgegangen. Somit standen pro Mitarbeiter eines Unternehmens im letzten Jahr theoretisch 33.344 Euro aus dem Titel der Pensionsverpflichtung zur Verfügung. Im Jahr 2007 waren es noch 40.266 Euro gewesen.



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