Politik ist Schuld am Chaos in Leoben
TweetDer AT&S-Aufsichtsratschef Hannes Androsch hat sich jetzt zum Jobabbau in Leoben geäußert. Er verweigert eine Standortgarantie für das Werk in Leoben und will die Produktion weiter nach Asien verlagern.
Der Schuldige für die momentane Situation ist die Wirtschaftspolitik, meinte Andosch. Das ist der Hauptgrund, warum AT&S die Volumenproduktion nach Asien verlagern will und somit 300 Arbeitsplätze gefährdet sind. Es sieht, dass zu spät etwas gegen die Finanzkrise und Wirtschaftskrise getan wurde. Deshalb ging es dem Standort in Österreich von Jahr zu Jahr schlechter. Seit zwei Jahren warnte Andosch die Wirtschaft und die Politik vor dieser Entwicklung. Doch es habe niemand auf ihn gehört. Jetzt weist er die Kritik vollkommen zurück, dass 300 Arbeitsplätze unter der Produktionsverlagerung leiden müssen. Außerdem gehe es ihm nicht um Profitmaximierung, sondern um Verlustminimierung.
Es wurde von Andosch verlangt, dass er eine Garantie für den Standort gibt. Für ihn ist die Zeit jedoch zu ungewiss, um Garantien zu verteilen, denn seinen Verlust ersetzt ihm auch niemand, meinte er. Es gibt seiner Meinung nach auch viele Gründe, warum der Standort in Österreich immer schlechter geworden ist. Dabei gehen die Gründe von den öffentlichen Dienstleistungen bis hin zur Energie. Auch die Kommunen und die Politik regional hat einen großen Beitrag zu den Kündigungen geleistet. Die Gemeinden kritisieren jedoch das Verhalten von Andosch enorm und weisen diese Beschuldigungen zurück. An dem Entschluss und der Stellenstreichung wird sich nicht viel ändern lassen.
Weitere Finanz Tipps und Beiträge