AT&S streicht 300 Jobs in Leoben

Für den AT&S Stammsitz in Leoben gab es jetzt schlechte Nachrichten. Das Unternehmen entschied sich lieber für eine billigere Produktion in Asien und streicht demnach 300 Mitarbeiter am Standort.

AT&S ist ein steirischer Leiterplattenhersteller, der seine Angestellten mit einer schlimmen Nachricht überrannte. Im Stammwerk Leoben gibt es tiefe Einschnitte und die Massenproduktion von HDI-Leiterplatten soll komplett nach Asien verlegt werden. Damit verbunden ist der Abbau von weiteren rund 300 Mitarbeitern in den nächsten Monaten. Am Standport bleiben nur noch 600 Mitarbeiter übrig, die rein auf die europäischen Bedürfnisse eingehen wollen. Der Jobabbau betrifft zum größten Teil nur den Bereich der Leiterplatten für die Mobiltelefone. Weitere betroffene Funktionen sind noch nicht bekannt. Dies soll sich erst einmal angesehen werden. Neben Leoben könnte es auch an dem Standort Fehring zu Kürzungen kommen. Der Unternehmenssprecher sagte jedoch, dass damit eher weniger zu rechnen ist. Die Werke in der Obersteiermark waren seit Jahren stetigen Reduktionen unterworfen gewesen. Bereits im Jahr 2006 ist das Werk in Fohnsdrof geschlossen worden und alle Beschäftigten gingen nach Leoben, da dieser Standort sich auf die Leiterplatten von Mobiltelefonen spezialisieren wollte. Jetzt haben die Mitarbeiter auch hier keine Chance mehr.

Schon im Sommer 2008 wurde die Belegschaft in Leoben um ein Drittel gekürzt. Der Mitarbeiterstand wurde von 1370 auf 918 reduziert. Obwohl diese Schritte schmerzhaft waren, beteuerte das Unternehmen, dass sie notwendig waren, um überleben zu können. Kritik an der Produktionsverlagerung nach Asien wird jedoch von allen Seiten zurückgewiesen. Immerhin bleiben einige Teile der Produktion auch in Österreich. Durch den gestiegenen Preisdruck sei bei gegebenen Kosten die Volumenproduktion in Leoben jedoch nicht mehr aufrecht zu erhalten.



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