Kreditbranche soll neu geordnet werden
TweetIn den USA gab es jetzt eine neue Kreditkarten-Gesetzgebung. Der Visa-Chef Joseph Saunder geht jetzt von einer Umstrukturierung in der gesamten Branche aus. Das Ergebnis könnte sein, dass weniger Kredite auch an weniger Leute vergeben werden.
Visa-Chef Joseph Saunder sieht das neue Gesetz sehr kritisch. Ab Februar 2010 soll es gelten und die Gebühren und Zinsen für Kreditkarten begrenzen. Damit sollen vor allem die von der Rezession geplagten Amerikaner entlastet werden. In den vergangenen Jahren gab es viel Ärger über Gebühren- und Zinserhöhungen sowie aggressives Marketing der Branche. Die Branche hat somit sehr hohe Gewinne einfahren können. Die Wirtschaftskrise hat dafür gesorgt, dass viele Amerikaner ihre Karten-Kredite nicht mehr zurückzahlen konnten. Das über die Karten in Anspruch genommene Kreditvolumen lag in den USA im März bei mehr als 945 Milliarden Dollar, umgerechnet 664 Mrd Euro. Damit sind dies etwa 25 Prozent mehr als ein Jahrzehnt zuvor.
Visa ist zwar von den Kreditausfällen weniger betroffen, muss jetzt aber trotzdem vor dem neuen Gesetz bangen. Das Geschäft von Visa besteht mehr in der Abwicklung von Zahlungs-und Buchungsprozessen besteht, als in der Kreditgewährung. In diesem will das Unternehmen sogar ein Wachstum bei den Einnahmen verzeichnen. Im Jahr 2010 soll das Wachstum sogar zwischen elf und 15 Prozent liegen. Je Aktie soll die Steigerung des Gewinns somit bei über 20 Prozent sein. Außerdem profitiert Visa davon, dass sich die Bank JPMorgan Chase den Großteil des kollabierten Kreditgeschäfts an Visa statt an MasterCard abgibt.
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