Niki Lauda kämpft für die AUA

Niki Lauda ist der Gründer der Fluggesellschaft Flyniki. Jetzt kämpft der ehemalige Rennfahrer auch weiter gegen den Zuschuss Österreichs beim geplanten Verkauf der AUA an die deutsche Lufthansa.

Lauda hat bereits in Brüssel Beschwerde eingereicht, weil die Staatshilfe von 500 Millionen Euro für die AUA nicht zulässig ist. Die staatlichen Beihilfen sind für Lauda nur für einen kompletten Wirtschaftszweig zulässig, aber nicht für ein einzelnes Unternehmen. Die Fluggesellschaft AUA hat bereits einen Überbrückungskredit bekommen gehabt in Höhe von 200 Millionen Euro. Der Kredit war allerdings an Bedingungen, wie zum Beispiel Restrukturierungsmaßnahmen, geknüpft. Die AUA fliegt zum Beispiel von Wien nach Innsbruck für nur 88 Euro. Wenn man nach Österreich möchte, muss man jedoch mit über 300 Euro rechnen. Auch die Kurzarbeit begrüßt Niki Lauda nicht. Für ihn ist eine Möglichkeit der AUA zu helfen, die Verkleinerung der Gesellschaft. Dabei werden Mitarbeiter abgebaut und Flugzeuge müssten stillgelegt werden.

Zum Vergleich zieht Lauda die Air Berlin heran. Hier werden mit 7.800 Mitarbeitern 30 Millionen Fluggäste transportiert. Die AUA hat nur 100 Mitarbeiter weniger und transportiert jedoch nur 10 Millionen Fluggäste. Lauda ist der Meinung, dass die 500 Millionen Euro vollkommen falsch investiert werden. Dabei wird vor allem der Wettbewerb verzerrt, wenn einzelne Unternehmen staatlich gestützt werden. Er will, dass alle eine Beihilfe bekommen und nicht nur einer. Die Klage bei der EU-Kommission ist eingelegt und Lauda wartet jetzt auf das Ergebnis. Seine Airline konnte im ersten Quartal 2009 positive Zahlen verbuchen. Auch die Betriebsergebnisse haben sich im Jahr 2008 verbessert und die Kosten wurden verringert. Ein guter Firmenchef und Kalkulator schient Lauda zu sein.



Weitere Finanz Tipps und Beiträge
  • GF Werk in Gleisdorf wird verkauft Der Schweizer Autozulieferer Georg Fischer (GF) ist auch stark von der Wirtschaftskrise betroffen. Hier müssen demnächst auch Sparmaßnahmen durchgeführt werden. Von der Krise bei GF sind jedoch auch österreichische Standorte mit betroffen. Im »»...
  • Familie Meinl: 70 Millionen Euro an Dividende Laut einem Bericht von “profil” hat die Familie Meinl 70 Millionen Euro an Dividende von der Meinl Bank erhalten. Für den Vorstand gab es 17,8 Millionen. Der Gewinnverwendungsvorschlag (Interimsdividende von 25 Millionen Euro) des »»...
  • Autozulieferer HTI ist insolvent Teile der Industrie wurden in Österreich hart getroffen. Wer jetzt keine Kredite bekommt, der muss einen Insolvenzantrag stellen. Auch die Autoindustrie bringt in Österreich einige Pleiten hervor. So muss nun auch der oberösterreichische »»...
  • Payer kann Umsätze und Ergebnis steigern Für den steirischen Produzenten von Rasierapparaten war es ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2007.Der Umsatz ist um 13 Prozent gestiegen (auf 81, 5 Millionen), das Ergebnis vor Zinsen/Steuern/Abschreibungen hat sich auf 6,4 Millionen erhöht. Was »»...
  • Ontos verkauft den KFZ Versicherungsbestand Die Ontos Versicherung AG (Tochter der Rheinland Versicherungsgruppe) hat ihren Bestand an KFZ Versicherungskunden an die Direct Line Versicherung AG verkauft. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Hierbei handelt es sich um eine Anzahl »»...
  • Ebenfalls lesenswert im Finanz Blog:

    Lass uns darüber reden!
    Name und Email sind nötig
    Beteilige Dich an der Diskussion