GF Werk in Gleisdorf wird verkauft

Der Schweizer Autozulieferer Georg Fischer (GF) ist auch stark von der Wirtschaftskrise betroffen. Hier müssen demnächst auch Sparmaßnahmen durchgeführt werden.

Von der Krise bei GF sind jedoch auch österreichische Standorte mit betroffen. Im ganzen Konzern sollen jetzt 2300 Jobs gestrichen werden, wobei 5500 Mitarbeiter schon auf Kurzarbeit gestellt wurden. Der Konzern will mit diesen Maßnahmen 350 Millionen Franken einsparen. In Österreich ist das Unternehmen sehr stark vertreten. Die Leichtmetallgießerei in Gleisdorf ist am schlimmsten von der Krise getroffen, denn sie soll verkauft werden an die Bavaria Industriekapital. Die Verträge werden bald unterzeichnet. Es ist noch nicht klar, ob alle Mitarbeiter ihren Job behalten können. Bavaria ist jedoch ein sehr stabiles Unternehmen. Im Vorjahr konnte es 485 Millionen Euro Umsatz machen und in seinem Werk weitere 200 Mitarbeiter anstellen. Wie teuer das Werk in Gleisdorf war, ist jedoch nicht bekannt und bleibt vorerst noch verdeckt.

In Gleisdorf ist das Werk sehr gut am Markt positioniert. Allerdings passt es nicht ganz in das Geschäft der Bavaria. Momentan werden eher kleinere Bauteile hier gefertigt. Der neue Besitzer sieht jedoch eine Fertigung von größeren Bauteilen vor. Gleisdorf ist jedoch nicht der einzige Standort, der von der GF-Krise etwas zu spüren bekommt. In Herzogenburg werden die Produktionsstrukturen weiter verschlankt. Dabei werden drei komplette Fabriken umstrukturiert und teilweise auch zusammengelegt. Viele Mitarbeiter sind bereits schon auf Kurzarbeit und eine Besserung ist noch nicht in Sicht. Bis zum Ende des Jahres sollen alle großen Veränderungen in der Struktur abgeschlossen sein. Insgesamt müssen über 1000 Menschen mit Kündigungen rechnen.



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