Nationalbank von Krise betroffen
TweetDie Österreichische Nationalbank OeNB ist auch stark von der Finanzkrise betroffen. Jetzt hat sich die Bank dafür entschieden, ein größeres finanzielles Polster anzulegen.
Gestern wurden die Bilanzen der Bank präsentiert. OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny hat dabei angekündigt, mehr Reserven zu bilden. Auf die Rücklangen kann die Bank nicht mehr zurückgreifen, denn diese wurden bereits verbraucht, als es in früheren Zeiten Probleme in der Wirtschaft gab. Karl-Heinz Grasser, der ehemalige Finanzmister hat ebenso dazu beigetragen, dass die Gold- und Fremdwährungssysteme reduziert werden. Seit dem Jahr 1999 wurden etwa acht Milliarden Euro von der Nationalbank an den Bund abgegeben. Normalerweise sollen allerdings auch jährlich etwa 200 Millionen Euro an Reserven angesammelt werden. Jetzt könnte man zehn Jahre diese Reserven verbrauchen. Die Wirtschaftskrise machte es jedoch nicht möglich, diese Reserven anzulegen. Nowotny übte starke Kritik an der Politik und dem früheren Finanzmister. Gerade jetzt wären die Reserven sehr wichtig gewesen.
Die Nationalbank hat in den letzten Jahren immer viel Wert darauf gelegt, die Wichtigkeit von Goldreserven zu betonen. Im Vorjahr wurde kein Gold verkauft, und entsprechend dem gestiegenen Goldpreis habe der Marktwert des Bestandes von 280 Tonnen auch zugenommen, betonte Nowotny. Solange kein Gold verkauft wird, wird dieses auch nicht in der Bilanz realisiert. Jetzt soll mit einer Gesetzesänderung die Gewinnabführung an den Bund geändert werden. Derzeit ist die OeNB voll körperschaftssteuerpflichtig und gesetzlich zu einer 90-prozentigen Gewinnabfuhr an den Bund verpflichtet. Die Bank ist jedoch nicht in der Lage Reserven zu bilden. Mit der neuen Führung soll sich dies jedoch bessern. Gleichzeitig soll es Einsparungen in vielen Bereichen der Bank geben.
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