Siemens streicht Arbeitsplätze in Österreich

Die Linzer Siemens-Tochter VAI bekommt kaum noch Aufträge und steckt in einer großen Flaute. Deshalb müssen auch hier Sparmaßnahmen getroffen werden. Gefährdet sind jedoch insgesamt 200 Arbeitsplätze, die jetzt abgebaut werden sollen.

Siemens VAI ist der Weltführer im Stahlwerksbau. Die Kapazitäten müssen jedoch aufgrund der geringen Nachfrage gesenkt werden und somit dem Weltmarkt angepasst werden. Über einen Zeitraum von zwei Jahren werden jetzt insgesamt 200 Stellen abgebaut. Einen Kredit möchte man zur Sanierung des Unternehmens nicht aufnehmen. Die weltweite Nachfrage an Stahl ist massiv eingebrochen. Seit Mitte 2008 bis heute ist die Nachfrage um 40 Prozent gesunken. „Wir planen, unsere Wettbewerbsposition durch einen schlankeren, weltweiten Technologie- und Fertigungsverbund zu stärken”, erklärte Richard Pfeiffer, CEO von Siemens VAI, am Montag. Die Anpassungen sind nötig, um das Unternehmen noch lange am Markt halten zu können und keine Insolvenz anmelden zu müssen. Der Stellenabbau soll dabei möglichst sozialverträglich vorgenommen werden.

Insgesamt beschäftigt Siemens VAI rund 1500 Mitarbeiter am Stammsitz in Linz. Dazu gehören auch etwa 350 Leitarbeiter. Seit der Übernahme der VA Tech, durch Siemens vor vier Jahren, hat die VAI ihre Auftragsbücher immer mehr angefüllt. Zwar sieht die Auftragslage momentan noch gut aus, doch an Neukunden gewinnt das Unternehmen immer weniger und muss deshalb massiv reduzieren. Dazu will sich das Unternehmen auch weiter ins Ausland orientieren. Bisher ist noch nicht geplant, welche Stellen genau bei dem Abbau betroffen sind. Der Betriebsrat steht jedoch hinter den Mitarbeitern und versucht, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Immerhin soll das Unternehmen in Österreich bleiben und nicht gänzlich ins Ausland gehen.



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