Abhängigkeit von Deutschland soll gesenkt werden
TweetIn der Krise ist jedes Land für sich selbst verantwortlich. So sehen dies auch die Abgeordneten von Österreich. Der Außenhandel soll massiv eingeschränkt werden und die Exportabhängigkeit von Deutschland soll weiter sinken.
Die Regierung in Österreich hat sich jetzt entschieden, den dramatischen Rückgang bei den Ausfuhren mit mehr Fördermitteln zu bekämpfen. Der Außenhandel ist stark von der Krise betroffen und die Exporte sind massiv eingebrochen. Im Jahresvergleich sind die Exporte um ein Viertel auf 14,8 Milliarden Euro eingebrochen. Für das gesamte Jahr soll es einen Rückgang um sieben Prozent geben. Das rechnete kürzlich erst das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) aus. Prognosen sind derzeit schwierig, aber die Experten geben sich dennoch optimistisch. Das Ziel für Österreich ist es, besser zu sein als andere Länder, die im direkten Vergleich stehen. Dabei ist positiv zu betrachten, dass sich das Exportklima in Deutschland wesentlich verbessert hat und das in den USA auch.
Die seit 2003 bestehenden Exportförderungen sollen jetzt von der Wirtschaftskammer und vom Wirtschaftsministerium aufgestockt werden. Diese und nächstes Jahr sollen somit bei Bedarf weitere 25 Millionen Euro an Mitteln fließen. Damit ist dies um ein Fünftel mehr als bisher. Die Betriebe sollen dabei auch alle merken, dass sie von der Kammer unterstützt werden. Unter anderem erhalten Firmen beim Eintritt in zwei neue Märkte je bis zu 10.000 Euro von der WKÖ-Außenwirtschaftsorganisation (AWO). Auch für Exportkooperationen mehrerer Unternehmen einer Branche soll es mehr Geld geben. Bis zum Jahr 2010 sollten die heimischen Exporteure steigen. Derzeit sind es 36.000, ab nächstes Jahr sind weitere 2.000 geplant. Im Mittleren Osten, in Nordafrika und in Asien soll jetzt fußgefasst werden.
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