Chaos bei Spritpreisen soll enden

Der Wirtschaftsminister Mitterlehner hat jetzt festgelegt, dass das Chaos bei den ständig sinkenden und steigenden Spritpreisen endlich ein Ende haben soll. Mit einer Verordnung will er nun unterbinden, dass die Tankstellen ihre Preise mehrmals am Tag ändern können.

In Österreich tobt schon lange ein Preiskampf. Die Tankstellen ändern mehrfach am Tag die Preise nur um einen Cent günstiger zu sein als die andere Tankstelle und dennoch sind die Spritpreise sehr hoch. Die Autofahrer haben sich teilweise schon an das Chaos bei den Tankstellen gewöhnt. Pünktlich vor einem verlängerten Wochenende gehen die Spritpreise meistens in die Höhe. Der Preis, der morgens an der Tankstelle steht, kann man Mittag schon wieder korrigiert sein und muss abends schon längst nicht mehr gelten. Der zuständige Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner will dieses Szenario nun endgültig unterbinden. Dafür hat er eine Verordnung geschrieben, die bald in Kraft treten soll. Die Preisbeobachtung wird mit dieser Verordnung verschärft. Bisher konnte man auf der Homepage des Ministeriums alle Spritpreise beobachten, die hier veröffentlicht wurden. Jetzt soll diese Beobachtung täglich möglich sein, denn die Preise müssen in Zukunft einen Tag lang gelten. Somit kann man sich jetzt am Morgen sicher sein, dass der Preis am Abend noch der gleiche sein wird.

Sollte ein Tankstellenbetreiber dennoch seine Preise mehrfach am Tag ändern, wird es laut der neuen Verordnung Sanktionen geben. Wie hoch diese ausfallen werden ist jedoch noch nicht bekannt. Dabei rechnet die Regierung jedoch mit den Augen der Konkurrenz, denn überprüft werden kann dies nur sehr selten. Die Mitbewerber sollen Unterlassungsklagen stellen, wenn solch ein verhalten auffällig wird. Schließlich ist die Konkurrenzbestimmung bei den Tankstellen in Österreich sehr preisbestimmend. Dabei ziehen vor allem die privaten Tankstellen immer den Kürzeren, denn die großen Konzerne können tiefer gehen mit den Preisen.



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