Autozulieferer HTI ist insolvent

Teile der Industrie wurden in Österreich hart getroffen. Wer jetzt keine Kredite bekommt, der muss einen Insolvenzantrag stellen. Auch die Autoindustrie bringt in Österreich einige Pleiten hervor.

So muss nun auch der oberösterreichische Autozulieferer HTI High Tech Industries für einzelne Konzerngesellschaften Insolvenzanträge stellen. Dies soll noch in den nächsten Tagen geschehen. Die HTI-Holding ist der Dachbetrieb und hat viele Unterbetriebe zu verwalten. Dieser Dachbetrieb ist jedoch nicht mehr in der Lage, die Tochtergesellschaften weiter finanziell zu unterstützen. Deshalb müssen einige Teile Insolvenz gehen. Vor allem die Kunststoff- und Metallverarbeitung kann nicht mehr wirtschaften und wird Insolvenz anmelden müssen. An diesem Unternehmen ist auch der Industrielle Hannes Androsch beteiligt. Insgesamt werden von HTI 1200 Mitarbeiter beschäftigt. Zum Ende des dritten Quartals sahen jedoch die Kreditverbindlichkeiten nicht gut aus. Mit einer Höhe von 150 Millionen Euro waren die Verbindlichkeiten zu hoch, um das Unternehmen halten zu können.

Die Holding benötigt laut den Experten etwa 22 Millionen Euro an Kapital. Finanzierungskonzepte mit den Gläubigern wurden nicht abgeschlossen und sind gescheitert. Kredite kann das Unternehmen auch keine mehr aufnehmen. Die Banken haben drei Millionen Euro an Kapital sofort gefordert. Die Sanierung, so glaubt HTI, kann nur mit Hilfe von der Insolvenz einiger Tochterfirmen geschehen. Die in Wien notierte Aktie wurde am Dienstag vom Handel ausgesetzt. Vergangenen Donnerstag war der Kurs um die Hälfte auf 0,45 Euro abgestürzt. Alle Beteiligten hoffen jedoch, dass nicht der komplette Industriezweig betroffen ist es mehrere Hundert Menschen in die Arbeitslosigkeit gehen müssen.



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