Österreichs Banken sind stabil

Die FMA hat kürzlich den Jahresbericht 2008 vorgestellt. Daraus geht hervor, dass Österreichs Institute trotz Wirtschaftskrise recht stabil geblieben sind. Zusätzlich stärken die umfangreichen Reformpakete das Vertrauen in den österreichischen Finanzmarkt.

Obwohl 2008 ein sehr schwieriges Jahr war, konnte sich Österreich gut gegen die globale Finanzkrise schützen und die schweren Auswirkungen bei den einheimischen Instituten aus ein geringes reduzieren. Vor allem im internationalen Vergleich hatte das österreichische Finanzmarktstabilitätspaket große erfolge gebracht und war sehr vorbildlich. Während das internationale Umfeld immer noch in der Krise steckt, können sich die Finanzinstitute in Österreich auf eine gute Eigenmittelausstattung sowie Solvabilität stützen. Die anrechenbaren Eigenmittel der Banken stiegen deshalb um 17 Milliarden Euro auf nun 75 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 29,4 Prozent. Die Eigenmittelquote ist mit 11,11 Prozent etwa gleich geblieben und stellt ein ausreichendes Risikopolster für Österreich dar. Das gesetzliche Minimum liegt hier bei acht Prozent. Die Geschäftspolitik der Institute ist im vergangenen Jahr sehr konservativ und risikobewusst gewesen. Dies zahlt sich zu Zeiten der Finanzkrise aus.

Zudem konnten die Banken nicht nur mit guten Zahlen überzeugen, sondern auch mit einem guten Service. Die Anlageberater haben im Jahr 2008 eine gute Arbeit geleistet. Die Prüfungen der Banken und der Wertpapierfirmen wurden im letzten Jahr erhöht durchgeführt. Doch auch hier gibt es schwarze Schafe, denn insgesamt wurden 21 Investorwarnungen veröffentlicht und 23 Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft erstattet. Die Finanzkrise ist noch nicht ausgestanden, doch wenn die Institute weiterhin diesen Weg gehen, dann kann man größeren Problemen effizient gegensteuern.



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