Kredite für Bauern werden gestundet
TweetBei den österreichischen Bauern gibt es momentan eine dramatische Situation. Der Landesfonds muss die Kredite für die Bauern stunden. Insgesamt geht es hier um eine Höhe von 450.000 Euro.
Der niedrige Milchpreis ist die Ursache, dass die Bauern in Österreich einen finanziellen Engpass haben. Vor allem in den vergangenen Jahren wurde viel Geld investiert, um die Ställe zu erneuern oder neue Anlagen zu kaufen. Viele Bauern haben auch einen Kredit beim Landesfonds aufgenommen. Die Milchbauern haben kaum Eigenkapital investiert, denn der Ausbau war zum größten Teil fremdfinanziert. Die Zahlungsrückstände haben sich allerdings gegenüber zum Vorjahr fast verdoppelt. Letztes Jahr lagen die Rückstände bei 139.000 Euro und in diesem Jahr liegen sie bei 300.000 Euro. Anfang Juni sind dann die nächsten Halbjahresraten fällig. Es wird jedoch weitere Stundungsanträge geben. Somit wachsen die Zahlungsrückstände auf 450.000 Euro.
Rund 4500 Bauern haben momentan ein Darlehen vom Landeskulturfonds. Das Kreditvolumen beträgt insgesamt 161 Millionen Euro. Experten raten den Bauern jedoch, zu investieren. Es ist sehr wichtig, dass die Ställe weiter modernisiert werden, auch wenn es zurzeit ein Risiko ist, Geld darin zu investieren. 15,3 Millionen Euro wurden im Vorjahr an 187 Bauern vergeben. Insgesamt wurde Investitionen von 28,1 Millionen Euro getätigt. Die Zinsen für die Rückzahlung wurden allerdings von 2,5 Prozent auf 1,25 Prozent gesenkt. Die Bilanzsumme des Landeskulturfonds liegt bei 183 Millionen Euro. Der Fonds bezieht jedoch keine öffentliche Mittel, sondern finanziert sich zum größten Teil selbst. Im Jahr 2008 machte er sogar einen Gewinn. Noch besteht Hoffnung für die Milchbauern in Österreich.
Weitere Finanz Tipps und Beiträge